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HIGHRIDER - Armageddon Rock

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Highrider-Armageddon-Rock
Artist HIGHRIDER
Title Armageddon Rock
Homepage HIGHRIDER
Label THE SIGN RECORDS
Veröffentlichung 25.03.2016
Leserbewertung
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7.5/10 (2 Bewertungen)

Würde man für das schwedische Göteborg einen weltweiten, statistischen Durchschnittswert für die Dichte an irgendwie gearteten Metalbands in Relation zur Bevölkerungszahl anlegen, müsste die Stadt eigentlich ungefähr 666 Millionen Einwohner haben. Neuestes Pferd in den unendlichen Stallungen ist das Quartett HIGHRIDER. „Armageddon Rock“ heißt die knapp 21-minütige Debüt-EP und gibt damit eine durchaus passende, stilistische Orientierung bereits im Titel vor.

Tatsächlich lassen sich die vier, betont roh und dreckig, aber trotzdem ausreichend voluminös produzierten Songs anderweitig schwer einordnen. HIGHRIDER bewegen sich in einem – lyrisch entsprechend untermalten – dystopischen Endzeitszenario irgendwo zwischen Punk und Hardcore, epischem Heavy Metal und angeschwärztem Sludge. Markantestes, weil für Musik dieses durchaus stattlichen Härtegrades eher untypisches Element, ist hierbei die – anfangs gewöhnungsbedürftige – Orgel, die auf erstaunlich kreative Art und Weise eine tragende Säule des Gesamtsounds der EP bildet. „S = T x I“ reitet gleich zu Beginn schwungvoll los, dass das Adrenalin aus allen Poren läuft. Da, wo normalerweise bei derartigem Kickass-Schweine-Rock n’ Roll eine zweite Gitarre ihr (solistisches) Unwesen treibt, steht hier die Orgel im Vordergrund und gibt dem ansonsten eher sludgy daher kommenden Song einen nicht uninteressanten Vintage-Anstrich. „Agony Of Limbo“ beginnt im Anschluss als klassisches Hardcore-Punk-Stück, wird im erwähnten Kontext und in Verbindung mit den harschen, bösartig krächzenden Vocals zunächst beinahe zu einer tanzbaren Pagan-/ Folk Metal-Attacke verarbeitet, bevor das Tempo zum Ende hin deutlich reduziert wird und der gelungene Song einen avantgardistisch anmutenden Blackened Doom-Charakter entwickelt. Letzterer verträgt sich sehr gut mit dem sich anschließenden Cyber-Sludge (ich nenn’ das jetzt einfach mal so…) von „The Moment (Plutonium)“. Dieser, für mich persönlich beste Song von „Armageddon Rock“ glänzt mit IRON MAIDEN-verdächtigen Gitarrenmelodien und einprägsamem Riffing und verbreitet, unterstützt durch die zurück genommene, eher Klang füllend eingesetzte und durch Synthesizer ergänzte Orgel, eine bedrohliche, post-apokalyptische Endzeitstimmung. Das abschließende „Semen, Mud And Blood“ greift diese Atmosphäre auf und mäht in Oldschool Hardcore-Manier so ziemlich alles nieder, was ihm in die Quere kommt, nicht ohne durch geschickt in Szene gesetzte Harmonieläufe von Gitarre und Orgel noch einmal mit hochgezogenen Augenbrauen in Richtung Heavy Metal zu schielen, IRON MAIDEN-Schlussakkorde inklusive.

Fazit: Bei HIGHRIDER ist noch nicht alles Gold, was rostig glänzt, aber „Armageddon Rock“ ist mindestens ein leckerer Vorgeschmack auf das, was da ganz bestimmt noch kommen wird. In der großflächigen Schnittmenge aus MOONSORROW, SAHG, DEEP PURPLE, THE SWORD und S.O.D. ist auf jeden Fall einiges möglich.

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Highrider 'Armageddon Rock' Tracklist
1. S=Txl Button MP3 bestellen
2. Agony Of Limbo Button MP3 bestellen
3. The Moment (Plutonium) Button MP3 bestellen
4. Semen, Mud And Blood Button MP3 bestellen
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