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HODJA - The Flood

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Artist HODJA
Title The Flood
Homepage HODJA
Label NOISOLUTION
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Hinter HODJA stecken Tenboi Levinson (Gitarre & Produktion), F.W. Smolls (Drums) und der Sänger Gamiel Stone. Die drei Herren wohnen nicht nur in unterschiedlichen Ländern, sie spielen auch in weiteren Bands und kümmern sich zudem um Solo-Projekte. Von Zeit zu Zeit kommen sie allerdings zusammen, gehen ins Studio und nehmen innerhalb kürzester Zeit ihre Platten auf. 2015 war dies das Debüt „The Band“, ein Jahr später „Halos“ und als dritten Streich bringt das Trio dieser Tage „The Flood“ in die Plattenläden.

Auf dem Zettel hat der Dreier weiterhin einen hochenergetischen Mix aus Garage-Rock, Soul, Blues, Gospel, der gelegentlich auf Hip-Hop-Elemente und Punkrock-Riffs trifft. In Gänze macht das zehn Songs mit einer guten halben Stunde Spielzeit, die immer wieder überraschen und klingen, als seien sie tatsächlich erst im Studio, dafür aber bei bester Spiellaune zusammengezimmert worden. Angefangen beim einnehmenden „Everything Is Everthing“, das mit aufmüpfigem Sprechgesang überrascht, über das schrammelige „The Sour Taste“ und den hypnotischen Titeltrack „The Flood“, bei dem man sich irgendwo im schwül-warmen Mississippi-Delta wähnt. Bis hin zu „On And On“, das erfolgreich in Hip-Hop-Gefilden wildert und dem zunächst sanft grummelnden „Ego“ zeigt die Langrille die ganze stilistische Bandbreite der dänisch-deutsch-amerikanischen Kollaboration. In diesem Sinne übernimmt „Not Karma“ mit schwermütigen Sounds, für die auch David Lynch mit Sicherheit in einem seiner Filme Verwendung hätte. „Big Tease“ lädt derweil bluesgeschwängert in die Garage ein, während das wummernde „Never Kneel“ abermals die scratchige Hip-Hop-Karte zieht. Derweil verlegt sich „The Void“ abermals auf seelenvolle Blues- Melodien, ehe das finale „Desperate Souls“ auf der Zielgeraden noch einmal alle Register zieht.

Die Kollegen vom Ox Fanzine haben in Bezug auf HODJA mal davon geschrieben, ihre Musik klänge „als hätten sich JON SPENCER, TOM WAITS und THE BLACK KEYS in einer kleinen Pension eingemietet und ihr gemeinsames Zimmer wochenlang nicht verlassen“. Ein durchaus passender Vergleich und nun wirklich auch nicht die schlechteste Referenz, weshalb man HODJA und „The Flood“ auf jeden Fall seine Aufmerksamkeit schenken sollte. Sowohl in Form der Konservenkost, aber auch live, denn die Jungs sind Ende August/Anfang September hierzulande auch leibhaftig zu erleben.

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