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HOLY NATIONAL VICTIMS - Take Ride or you will never know

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Artist HOLY NATIONAL VICTIMS
Title Take Ride or you will never know
Homepage HOLY NATIONAL VICTIMS
Label WINGED SKULL
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.7/10 (22 Bewertungen)

Mit Luxemburg bringe ich ja nun in erster Linie die große Finanzwelt in Verbindung, aber in dem schnuckeligen kleinen Großherzogtum wird auch musiziert. Unter anderem auch von fünf Jungspunden, denen man nun wirklich kein mangelndes Selbstbewusstsein vorwerfen kann. HOLY NATION VICTIMS bezeichnen sich mal ganz locker als beste Band, die es jemals gab. Nun gut, sie lassen offen, ob sich das womöglich nur auf Luxemburg bezieht und in der Szene kenne ich mich offengestanden nicht aus.

Auf jeden Fall war der Fünfer fleißig und beglückt uns gleich mit einer Doppel-CD. Trotz ihres jugendlichen Alters machen die Herrschaften bereits seit 1999 zusammen Mucke, schließlich kennt man sich teilweise sogar schon aus dem Kindergarten. Aber wahrscheinlich ist es auch schwer, sich mit so ähnlichen Interessen in Luxemburg nicht zu kennen. Bei all dem Abhängen im Probenraum sind zwanzig Songs herausgekommen, die nun Gehör finden wollen. Zu Beginn hört man erst einmal nur das Schlagzeugspiel von Jean-Paul M, dem sich dann die Gitarren von Charles S und Francis J anschließen. Arnaud F zupft den Bass und letztendlich beginnt Alain S zu singen. Zusätzlich haben sich HOLY NATIONAL VICTIMS noch einige Gäste ins Studio geholt, um richtig fetten Sound bieten zu können und so sind beim Opener „The Liquor Story“ auch noch Keys mit im Spiel. Länger als knappe drei Minuten hält sich das Quintett aber auch gar nicht mit einem Song auf und so geht es direkt weiter zu „The New Drugs“, das wie auch „Jacob’s Philosophy“ stark an QUEENS OF THE STONEAGE erinnert. „The Horror Show“ beginnt mit einem sehr straighten Gitarren-Bass-Gefetze, das später in Kombination mit den Drums etwas verspielter wird. Gute-Laune-Sonntag-Nachmittag-Rock verspricht „Something I Got To Show You“, während die schrammeligen Riffs auf „Tommorrow Was Yesterday“ eher in einen verrauchten Club Samstag abends gehören. In der Tradition der amerikanischen 60er-Jahre-Liedermacher erklingt „When The Leaves“, das überwiegend akustisch gespielt wird und erstmalig das Tempo rausnimmt. Selbiges kehrt umgehend mit „Hot Little Blue Bird“ zurück und wird auch bei „You’re Not My Jesus“ beibehalten. Was unsere Nachbarn da auffahren, ist druckvoller Gitarrenrock mit deutlichen Stoner-Einflüssen. Mein Favorit der ersten Scheibe: „She, Her Pink Spaceship & Me“ – entrückter Gesang, schnörkelige Melodien und detailverliebte Gitarrenläufe. Genauso gitarrenlastig geht es mit „Longlife Painful Chase“ auch auf dem zweiten Silberling weiter, die Jungs haben sich inzwischen ordentlich in Fahrt gerockt und die Spielfreude ist wirklich unüberhörbar. Einen sehr basslastigen Sound bietet „3:25 AM“, bei dem Sänger Alain stimmlich von Chris und Charles unterstützt wird. Das Ganze hat was psychedelisches, ganz anders als „You Got Me Going Mad“, „Fantastic Golden Angel“ oder „6th of August“, die einfach ordentlich nach vorn rocken. Gleiches gilt auch für „Devil Trapped In A Box“. Ein Song, in dem man die für LED ZEPPELIN typischen Drums und Gitarrenstrukturen wiederfindet. Direkt aus dem Probenraum scheint „28 Headaches In A Row“ zu kommen – ein ungeschliffener Diamant. Irgendwo zwischen Alternative und Stoner Rock bewegt sich „Contradictions“, bevor ungewohnte Laute eines Sitar auf „The Mystic Colours Song“ erklingen. Welcome Back to LED ZEPPELIN! Den Abschluss macht “Acoustic Song In G”, was das Stück auch schon umfassend charakterisiert. Wirklich ein sehr schöner Titel, der das Album wunderbar beschließt und abrundet.

Feine 65 Minuten Unterhaltung – meine Herren, das reicht doch, um mal auf einen Sprung zu den deutschen Nachbarn rüberzukommen, um hier ordentlich die Clubs zu rocken! Die musikalischen Einflüsse sind unüberhörbar, HOLY NATIONAL VICTIMS haben es jedoch perfekt verstanden, diese Einflüsse in ihre eigenen Songs zu integrieren, ohne eine platte Wiederholung von schon oft gehörtem zu bringen. So sind zwanzig wirklich gelungene Kompositionen entstanden, die entschieden Lust auf mehr machen. Frischer, unverbrauchter Rock – ich wusste doch, dass es in Luxemburg mehr geben muss als den schnöden Mammon!

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