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HOTEL BOSSA NOVA - Little Fish

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HOTEL BOSSA NOVA
Artist HOTEL BOSSA NOVA
Title Little Fish
Homepage HOTEL BOSSA NOVA
Label ENJA RECORDS
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Liza da Costa (Gesang), Tilmann Höhn (Gitarre), Alexander Sonntag (Kontrabass) und Wolfgang Stamm (Schlagzeug, Percussion) haben es wieder getan: Als HOTEL BOSSA NOVA mixen sie auch auf ihrem neuesten Streich „Little Fish“ den namensgebenden Bossa Nova mit Jazzelementen und einer guten Portion Pop-Appeal. Seit zwölf Jahren ist das Jazzquartett aus Wiesbaden bereits im Geschäft und mit der aktuellen VÖ liefern die Vier auch schon ihr sechsten Album ab.

Handwerkliches Können darf man deshalb getrost unterstellen, aber glücklicherweise sind über die Jahre auch die Spielfreude und das Gespür für die perfekte Kombination von Bossa Nova, Samba, Fado und jazzigen Spielarten (Latin Jazz, Cool Jazz und natürlich auch der klassische Jazz sind vertreten) erhalten. Den roten Faden bei dieser temperamentvollen Mixtur hält eindeutig die portugiesisch-indischen Sängerin Liza in der Hand, denn sie ist nicht nur das strahlende Energiebündel und die vitale Impulsgeberin, sondern auch der gesangliche Wirbelwind der Truppe und intoniert mit einer beeindruckenden emotionalen Bandbreite. Zur Seite stehen ihr drei Vollblutmusiker, die improvisationsstark und doch punktgenau miteinander harmonieren. Deshalb findet man auf „Little Fisch“ auch tanzbare Nummern wie dem folkloristischem „Samba do Campo (Samba In The Countryside)“ oder das rhythmusbetonte „Perguntas (Answers & Questions)“ neben sehnsuchtsvollen Liedern á la „Dizendo Sim (It Changes Me)“ und sanft groovenden Jazz-Tracks wie „Não Digas Mais Nada (Positively)“ und dem beschwingten Titeltrack „Peixinho (Little Fish)“, mit dem die Hessen ihre Fans erneut auf den Samba-Dancefloor locken. Eine weitere Perle frei improvisierter Vokalakrobatik ist das um einen Loop gebaute „Puropupuro “. Ein perkussiver Spannungsbogen macht diesen Song, mit dem Frau da Costa die Reinheit der Natur feiert, zu einer absoluten Klangdelikatesse – ein Lied wie ein sommerlicher Windhauch, der durch das satte Grün eines Waldes weht. Derweil lädt „A gente vai falar (At The Bar)“ mit seinem koketten Samba-Rhythmus, der durch die Verwendung einer Hammond-Orgel eine besonders wohltemperierte Note bekommt, in eine nächtliche Bar ein, um dort den Nachtschwärmern zu lauschen. Das sommerlich anmutende Album endet mit der melancholischen Schlussnote „Rosa Morena“, einer akustisch gehaltenen Hybride aus Samba und Fado, die für einen ruhigen Schlusspunkt eines stimmigen und schwungvollen Longplayers sorgt.

Für „Little Fish“ haben übrigens viele befreundeten Gastmusiker wie Harold Todd (Querflöte – u.a. bei LENNY KRAVITZ), Ulf Kleiner (Rhodes, Hammond), Georg Boeßner (Piano), Thomas Langer (Gitarre) und Elke Diepenbeck (Gesang) im HOTEL BOSSA NOVA eingecheckt und auf diese Weise den Word-Jazz-Sound des Quartetts ebenfalls positiv klanglich bereichert.

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