Terrorverlag > Blog > HOUWITSER > Death but not buried

Band Filter

HOUWITSER - Death but not buried

VN:F [1.9.22_1171]
Houwitser-Death-but-not-buried.jpg
Artist HOUWITSER
Title Death but not buried
Homepage HOUWITSER
Label DISPLEASED RECORDS
Veröffentlichung 28.10.2004
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Es ist wieder alles wie es war: HOUWITSER sind tot, aber nicht begraben. Gut ein Jahr nach dem letzten Album „Damage Assessment“ löste sich eine der stärksten Extrem-Metalbands des europäischen Untergrunds auf, doch wird ihr Einfluss ihren Untergang überleben. Da gibt es nämlich bereits die Band NO FACE SLAVE, an dem zwei der Mitglieder basteln, sowie die Projekte der übrigen Mitglieder. Und über Displeased Records erhebt sich nun das sagenhafte Debüt der Holländer aus 1999 aus dem Sarg, um, gestärkt mit sieben Bonustiteln, erneut das Licht der Welt zu erblicken.

Das ist sicherlich ein würdigerer Karriereabschluss, als eine dieser unmotivierten „Lost-Tracks“-Kompilationen oder ein auf Diktiergerät mitgeschnittenes Konzert. Natürlich liefert das Material des noch mit auf diese Scheibe gepackten ursprünglichen Demos keine neuen Erkenntnisse und bereitet bei gruselig granularer Geräuschqualität auch nur für die ganz hartgesottenen echtes Hörvergnügen. Doch sprechen die Stücke von „Death but not buried“ für sich. Es scheint ja gerade so, als falle der heutigen Jugend zum Thema Grind-Death wenig anderes als NASUM ein, doch rührten HOUWITSER schon lange vor „Helvete“ den blutigen Metal-Kessel. Alles, was diese Musik so aufregend und adrenalintreibend macht, kann man hier in seiner ursprünglichsten Form finden: Groovende Todesschübe, martialische Metzelorgien, gurgelnde Growls und die volle Dauerdröhnung im Eilzugtempo. Nebenbei hatte die Band schon immer ein Auge für stimmige Songs, kreatives Drumming und eingängiges Riffing, was ihr stets ein erkennbares und eigenständiges Gesicht verlieh. Sogar ein sechsminütiges Epos (der absolute Übersong „I shape the Suffering“) findet hier seinen Platz, ohne über Gebühr aufzufallen oder unangenehm anzuecken. Was heute noch mehr als damals bemerkenswert erscheint, sind indes die Texte: Abwechslungsreich, smart und immer wieder überraschend stechen sie eindeutig aus der Masse hervor – ist „Sixtynineher“ nicht sogar eine, wenngleich auch pornografische, Liebeserklärung?

Mit den folgenden Alben entwickelte man sich verstärkt in Richtung „richtigen“ Death Metals, war aber dennoch trotz eigentlich richtigen Timings kaum spürbar am erneuten Aufleben dieses Genres beteiligt. Vielleicht war es die Enttäuschung über diese etwas undankbare Entwicklung, die dann schließlich zur Auflösung führte, vielleicht auch einfach nur die Ermüdung nach endlosen Besetzungswechseln. Wie dem auch sei: Wenn ein über fünf Jahre altes Album immer noch solche Krater schlagen kann, war die Mühe nicht umsonst.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Houwitser 'Death but not buried' online bestellen
Verkäufer Porto Preis
Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) € 3 € 19,90 Online bestellen
Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) € 3 € 26,39 Online bestellen
HOUWITSER - Weitere Rezensionen

Mehr zu HOUWITSER