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HUNDRED SEVENTY SPLIT - The World Won’t Stop

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Artist HUNDRED SEVENTY SPLIT
Title The World Won’t Stop
Homepage HUNDRED SEVENTY SPLIT
Label CORNER HOUSE RECORDS
Veröffentlichung 03.12.2010
Leserbewertung
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Spätestens wenn man die Namen Joe Gooch (Gitarre/ Gesang) und Leo Lyons (Bass) erwähnt, werden sicherlich viele Jünger der 70er-Rockwelle feuchte Augen bekommen. Denn bei diesen Musikern handelt es sich um Mitglieder der Kultband TEN YEARS AFTER. Jedoch sollen HUNDRED SEVENTY SPLIT anders sein als TEN YEARS AFTER. So spielen die Jungs live auch keine TYA-Klassiker sondern ausschließlich eigenes Material. Und genau das wurde auf das aktuelle Album gebannt.

Den Einstieg macht der Mid-Tempo-Rocker und Namensgeber des Albums „The World Won’t Stop“. Und gleich bei den ersten Tönen merkt man, auf welcher Schiene die Band fährt: Blues und Rock mit eingängigen Riffs und glatt gebügeltem Sound. Auch bei dem folgenden „Where The Blues Began“ merkt man eindeutig die Erfahrung der Musiker. Ein radiokompatibler Softrocker mit dezenten Riffs und guten Soli. Handwerklich vom Feinsten, aber beinahe etwas zahm. Mit „No Deal“ versucht man, etwas mehr Blues und Emotion einzubringen. Dezente Anleihen am aktuellen Sound von SNOWY WHITE sind dabei nicht zu überhören. Mit dem nun folgenden „Poison“ folgt erstmals für meinen Geschmack ein außergewöhnlich guter Titel, der beweist, dass die Musiker nicht nur kalkuliert sondern auch mit Herzblut spielen können. Erhabene Arbeit an den Gitarren lässt es dem geneigten Hörer heiß und kalt den Rücken herunter laufen, bevor dann (endlich) mal eine wirklich fies verzerrte Gitarre ertönt und ehrlichen Blues verströmt. Was jetzt noch folgt, sind einige Rocker („The Smoke“, „All My Yesterdays“), deftigere Blueser („Let My River Flow“) und ENDLICH mal ein schönes Slidestück mit „A Promise Is Forever“. Erst zum Schluss bei „Wish You Were At Woodstock“ scheint wirkliche Emotion mitzuschwingen. Und genau das macht den finalen Song für mich zum Besten des Albums. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass alle Stücke handwerklich und inhaltlich über jede Kritik erhaben sind. Und genau da ist das Problem. Das Album ist (wie Eingangs erwähnt) viel zu glatt und sauber. Es fehlen die Hooks, die Ausbrüche aus den Grenzen und vor allem die Wildheit von Rock und Blues. Das Ganze klingt dann auch wie für das Radio gemacht: Kaum Dynamik (alle Kompositionen liegen auf einem Spitzenpegel und brechen nicht mal in den sanfteren Passagen aus), und irgendwie hat man das Gefühl, dass Herr Gooch jede Note abzählt, um ja nicht zuviel seiner exquisiten Gitarrenarbeit zu präsentieren.

Was heißt das nun? Ist das Album gut? Definitiv! Man merkt einfach, was die Jungs handwerklich können. So kommt eigentlich nie Langeweile auf. Jedoch bleibt dennoch ein zwiespältiger Eindruck zurück. Rock und vor allem Blues sollten nicht handzahm (um nicht zu sagen zahnlos) sein, sondern bissig und emotional. Und vergleichbare Kracher wie sie einst von TYA erschaffen wurden („Love Like A Man“, 50.000 Miles Beneath My Brain“ oder auch der Klassiker schlechthin „Good Morning Little Schoolgirl“), sucht man hier jedenfalls vergebens. Schade eigentlich.

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Hundred Seventy Split 'The World Won’t Stop' Tracklist
1. The World Won't Stop Button MP3 bestellen
2. Where The Blues Began Button MP3 bestellen
3. No Deal Button MP3 bestellen
4. Poison
5. The Smoke
6. All My Yesterdays Button MP3 bestellen
7. Let The River Flow Button MP3 bestellen
8. A Promise Is Forever
9. Yes Man
10. Going Home Button MP3 bestellen
11. Wish You Were At Woodstock? Button MP3 bestellen
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