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HYPNOS 69 - The Eclectic Measure

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Hypnos-69-The-Eclectic-Measure.jpg
Artist HYPNOS 69
Title The Eclectic Measure
Homepage HYPNOS 69
Label ELEKTROHASCH
Veröffentlichung 05.08.1996
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Fast beschwörerisch säuselt Steve Houtmeyers „Demise of Art for me to see“ – so als hätte er gewusst, dass nach 12 Jahren Bandgeschichte für HYPNOS 69 das Spiel zu Ende ist. Mit „The Eclectic Measure“, dem vierten Longplayer, liefert das belgische Quartett jedoch einen eindrucksvollen Abschied ab. Entführt dabei den Zuhörer zurück in die 70er Jahre, als Prog- und Psychrock ihre Hochzeit hatten.

Der Sound von HYPNOS 69 könnte beim ersten Hinhören direkt aus dieser Zeit stammen – der gewaltige siebenminütige Titeltrack mit seinem vierminütigen, ausufernden Instrumentalsolo bereitet orgelnd und „fanfarend“ den Weg, den die Band in den neun weiteren Stücken gehen wird. Die Musik ist dabei angenehm homogen, Houtmeyers Gesang legt sich meist nur sanftgestimmt auf die Instrumente wie bei „Forgotten souls“ oder verschmilzt zu einer Einheit, welche das QUEENSRYCHE-lastige „Halfway to the Stars“ mit elektronischen Instrumenten, Flöten und Lauten sowie dem Gesang im Tempowechsel auch fordert. „The Eclectic Measure“ ist trotz der vielen, perfekt arrangierten Instrumentalsolos, wie bei dem wunderschön mittelalterlich flötenden „My Ambiguity of Reality“, dennoch recht textlastig. So wird „The Antagonist“ zum Heldenepos, inklusive Metallastiger Gitarrenweihen und Houtmeyers erzählerisch-ehrwürdiger Stimmlage. Von einem Konzept-Album möchte man aber dennoch nicht sprechen – auch wenn es angesichts der Themenverwandtheit vieler Titel nahe läge. Eher will man das Werk als Zeitreise auffassen – wenn „I and you and me (II)“ an Tommy Bolins traumhafte Gitarrenzauberei erinnert und gesanglich sanfte Kreise zieht, wähnt man sich in Zeiten, in denen auch Vater noch volles Haar hatte.

„TEM“ ist ein eindrucksvoll instrumentiertes, manchmal etwas eingefahren wirkendes Prog- und Psychrockwerk, welches sich gesanglich geschickt im Hintergrund hält. Dafür ist es immer für eine Überraschung gut – wenn zu Kontrabässen und schnarrenden E-Gitarren „Ominous (but fooled before)“ den Rockbastard ausruft oder „Deus Ex Machina“ unerbittlich MONSTER MAGNET schreit, ist man durchaus ein wenig traurig, dass es das letzte Werk der Belgier war.

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Die Drei ??? 'The Eclectic Measure' Tracklist
1. Die Angst Im Nacken
2. Ein Dummkopf Hinterlässt Spuren
3. Die Innere Stimme
4. Ein Fall Für Doctor Ferguson
5. Das Geheimnis Der Glaskugel
6. Rendezvous Mit Den Entführern
7. Ein Plan Gerät Aus Den Fugen
8. Erna Fiedlers Beichte
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