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IGNIS FATUU - Neue Ufer

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Ignis-Fatuu-Neue-Ufer.jpg
Artist IGNIS FATUU
Title Neue Ufer
Homepage IGNIS FATUU
Label TROLLZORN
Veröffentlichung 01.04.2011
Leserbewertung
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7.7/10 (22 Bewertungen)

Fast habe ich noch das 2009 erschienene Debütalbum „Es Werde Licht“ im Ohr, da legen IGNIS FATUU mit einem zweiten Werk nach. „Neue Ufer“ schließt dort an, wo das erste aufhört. Die fünf Nürnberger Mittelaltermusikanten Irene (Gesang, Dudelsack, Flöten), Alexander (Gesang, Gitarre), Alex (Geige, Drehleier), Volker (Bass) und Robert (Schlagwerk) bringen schmissige Lieder zum Mitsingen in rasanten metallischen und gotischen Takten zu Gehör. Die Kompositionen bringen zeitlose Stücke ans Licht. Inmitten melodischer Liedstrukturen und satt dröhnender Gitarrenklänge platzieren sich die Gesangsdarbietungen von Frontgitarrist Alexander Trappe, der von der feinen Stimme Irenes und ihren wunderbaren Flötenkünsten unterstützt wird. Eine Flöte, die wie ein Wirbelwind durch die Melodien zwitschert.

„Wolfszeit“ startet heftig donnernd und bildet einen hitverdächtigen Auftakt mit genügend langsamen Passagen zum Verschnaufen. „Spiel des Lebens“ beginnt zwar langsam, aber gewinnt dann um so schneller an Fahrt, als ginge es um Leben oder Tod. Düster und knallend sind die „Scherenschnitte“, die Bilder in den Kopf projizieren. Paukenschläge, Knarren und Knirschen, sirrende Atmosphäre, mittelalterliche Flötenklänge: schließlich gewaltig aufbrechende „Mondnacht“. An den englischen Hof des 14. Jahrhunderts erinnert die Eröffnung von „Wärterschmied“, bis das Ganze in eine angenehme, tanzbare Rockmelodie übergeht und an „Die Zwerge“ von Markus Heitz erinnert, wobei der Hintergrund von schottischen Sequenzen begleitet wird. Einem mittelalterlichen Reigen gleich wird die Geschichte vom „Maskenball“ erzählt. Temporeich marschiert der Titelsong „Neue Ufer“ mit symbolisch wehender Fahne schnellen Taktes drauflos, mit einem Refrain, der einem noch Stunden später als Ohrwurm im Kopf hängt. Sanft und nachdenklich gleitet die Ballade „Wenn nicht ich, wer dann“ durch die Seele. Schüttelgefahr dann wieder mit „Wahre Schönheit“, ein Track, bei dem die riffelnden Gitarren mit der tirilierenden Flöte den Ton angeben. Jedoch kann anschließend ganze vierzig Sekunden bei „Junger Krieger (Drachenreiter II)“ Luft geholt werden, bevor es dann donnernd weiter geht. Die Trommeln rufen und beschwören den „Albtraum“ herauf, welcher der Quälerei dient. „Stille Wasser“ und „Hochmut“ sind rotierende Tracks mit Schüttelpotential, wobei in letzterem die mittelalterlichen Instrumente besser durchklingen.

Wie in dem Genre üblich wird mit deutscher Lyrik brilliert, die besonders während ruhiger Takte gut zu verstehen ist. „Neue Ufer“ ist für den krachledernen Mittelalterfolker eine Scheibe, die er sich zu eigen machen sollte. Wer die Band live erleben möchte, hat das ganze Jahr über Gelegenheit. Besonders im April und Mai diesen Jahres gehen IGNIS FATUU mit FEUERSCHWANZ auf Tour, um ihr neues, dröhnendes Baby vorzustellen.

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Ignis Fatuu 'Neue Ufer' Tracklist
1. Wolfszeit Button MP3 bestellen
2. Spiel Des Lebens Button MP3 bestellen
3. Scherenschnitte Button MP3 bestellen
4. Mondnacht Button MP3 bestellen
5. Wörterschmied
6. Maskenball Button MP3 bestellen
7. Neue Ufer Button MP3 bestellen
8. Wenn Nicht Ich, Wer Dann
9. Wahre Schönheit
10. Junger Krieger (Drachenreiter Ii)
11. Albtraum
12. Stille Wasser
13. Hochmut
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