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IKON - Destroying the world to save it

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Ikon-Destroying-the-World.jpg
Artist IKON
Title Destroying the world to save it
Homepage IKON
Label EQUINOXE RECORDS
Veröffentlichung 09.05.2005
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Endlich! Nach 4 Jahren Pause und einem viel versprechenden Aperitif in Form der randvollen EP “Psychic Vampire” rotiert die schon vor ein paar Wochen veröffentlichte IKON-CD “Destroying the world to save it” in meinem Player.

Im Wesentlichen geht es auf diesem Album um zwei große Themenkomplexe, die dann auch unterschiedliche Interpretationen des Albumtitels zulassen: Politik und Religion. Flankiert von Sirenengeheul, einem Drumming, das wie Granateneinschläge anmutet und krachenden Gitarren nehmen sich die Australier mit „Never forgive! Never forget!“ gleich des ersten Themas an. Das letzte Lied „The black goat of Judas“ – gleich einem Gebet, entlässt einen mit dem zweiten Thema wieder mit Sirenengeheul. Dazwischen gibt es jede Menge rockigen Darkwave auf hohem Niveau, wie meinen Favoriten „Without shadows“, dessen Gitarren mich positiv an die HEROES DEL SILENCIO erinnern. „Father of Lies“, „Rome“ oder mein zweiter Favorit „In heresy“ gefallen durch schlichte Eingängigkeit, schöne Melodien und hohen Widererkennungseffekt (was man dann ketzerisch schon als poppig bezeichnen könnte). Ach ja, natürlich gibt es noch ein drittes Thema, an dem man(n) wohl nicht vorbeikommt: Frauen können Biester sein – „Psychic Vampire“, ein Knaller der oben schon erwähnten EP dürfte mit Elektrospielereien nicht nur gefrustete Männer auf die Tanzfläche ziehen. Zwei Titel fallen soundmäßig ein wenig aus der Reihe, beide aus der (Co-) Feder von Louisa John-Kroll, die bei „Ashes of blue“ auch zum Mikro greift und mit hohem Singsang bei mir die Assoziation einer japanischen Manga Untermalung auslöst. Das Instrumental „Slaughter“ mutet mit orientalischem Ethno-Touch atmosphärisch wie ein Regentanz in der Wüste an.

Aus meiner Sicht hat sich das Warten gelohnt, ein dichtes Album, das mir vor allem durch die vielen kraftvollen Stücke gefällt – Melancholikern wird vielleicht etwas mehr Ruhiges, Verträumtes fehlen. Die Erstauflage gibt es inklusive Bonus Remix- und Live-CD (die mir leider nicht vorlag.)

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Ikon 'Destroying the world to save it' Tracklist
1. Never forgive! Never forget!
2. The dying crown
3. Without shadows
4. God has fallen from the sky
5. Psychic vampire
6. Father of lies
7. Ashes of blue
8. Rome
9. My crucible
10. Heresy
11. Slaughter
12. Path of the unknown
13. The black goat of Judas
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