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IN SLAUGHTER NATIVES - Resurrection

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Artist IN SLAUGHTER NATIVES
Title Resurrection
Homepage IN SLAUGHTER NATIVES
Label COLD MEAT INDUSTRY
Veröffentlichung 18.11.2004
Leserbewertung
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Er ist gekommen, um das Werk zu vollenden. Cold Meat Industry wissen schon, was sie an einem ihrer frühesten Eroberungen und Entdeckungen haben, wenn sie im Presseinfo das Loblied auf Jouni Havukainen singen. Auch wenn IN SLAUGHTER NATIVES die Veröffentlichungen schön gerecht zwischen dem Amsterdamer Avantgardeinstitut Staalplaat und der genannten schwedischen Industrialherberge aufteilte, waren es doch maßgeblich letztere, die davon profitierten und im Sog von „Enter now the World“ und „Sacrosancts Bleed“ zu einem der Vorzeigelabels der Szene avancierten. Nach einer Auszeit von beinahe einer Dekade nun die Rückkehr, als Verlorengeglaubter Sohn, als Sünder, als König.

Und wie es einer wahren Majestät geziemt, ändern sich die Regeln unter ihrer Regentschaft nicht. Wer die letzten acht Jahre im Dornröschenschlaf verbracht haben sollte, wird von „Resurrection“ wahrscheinlich weniger schockiert sein, als von der neuesten DESTINYS CHILD Maxi. Stets ranken sich die Tracks um ein Grundgerüst aus dampfenden Drums, stampfendem Schlagzeug, mittelalterlichen Vokalisen und furchterregender Athmosphärik und Havukainen grollt aus der Ferne zumeist ein paar Slogans, die aus dem Hagel aus peitschender Marschmusik, tief dröhnenden Bässen und nadelstichartigen Melodien kaum zu entziffern sind. Das macht zunächst einiges her. „You are the Dead“ fährt eine sonore Violine auf und „Ashes of Angels“ verstört mit unwirklichen Chorflächen – kaum hat die Reise begonnen, ist man auch schon mitten drin in diesem albtraumhaften Strudel. Doch sackt das ganze, kunstvoll aufgetürmte Konstrukt in der Mitte dann doch arg ein. Zu standardmäßig der Industrial für den Grufticlub, zu oberflächlich die „Vorwärrrts!“-klopfenden Pauken. Auch die in der zweiten Hälfte an Gewicht gewinnenden Soundtrack-Elemente sind zunächst reine Selbstzitate und taugen höchstens als Zwischenspiel. Und genau so ist das dann auch gedacht. Nachdem dem Hörer etwas Zeit zum Verschnaufen gegönnt wurde, dreht „Anger are you with me, follow my footsteps“ die Daumenschrauben wieder fester an, ehe sich der Malstrom in dem schwarzen Loch des unheilschwangeren Abgesangs „Blood Testural“ verliert. Beeindruckender Nihilismus.

Mit einem erneuten Aufgreifen des „You are the Dead“-Themas schließt sich der Kreis und weiß man: Havukainen hat die Kurve gerade so gekriegt. Zwar wird man höchstens ein bis zwei Tracks mit auf eine neue Best-Of nehmen wollen, doch hinterlässt „Resurrection“ einen ungemein stimmigen und geschlossenen Eindruck. Es ist vielleicht nicht ganz der große Wurf geworden, den man sich erhofft hatte. Aber eine ganze Menge mehr, als bei 99% vergleichbarer Comebacks.

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In Slaughter Natives 'Resurrection' Tracklist
1. Behind My Walls
2. You Are The Dead
3. Ashes Of Angels
4. Tearing My Life Away
5. As My Shield
6. Your Breed
7. The Vulture Button MP3 bestellen
8. Anger Are You With You Follow My S
9. Blood Testural
10. And You Still Are The Dead
11. Clean Cathedral - Video Clip
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