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IN STRICT CONFIDENCE - Where Sun and Moon unite

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Artist IN STRICT CONFIDENCE
Title Where Sun and Moon unite
Homepage IN STRICT CONFIDENCE
Label MINUSWELT MUSIKFABRIK
Veröffentlichung 17.03.2006
Leserbewertung
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6.0/10 (1 Bewertungen)

Die EP „Where Sun and Moon unite“ ist „nur“ der Auftakt einer neuen spannenden Konzeptreihe von IN STRICT CONFIDENCE, die sich in diesem Jahr fortsetzen wird. Immer wieder begeisterte die Band um Sänger Dennis Ostermann mit musikalischen Veröffentlichungen, deren Hintergründe parallel künstlerisch in aufwendigen Artworks umgesetzt wurden. Genau die richtige Art, Fans dahin zu bringen, die audio-visuellen Werke zu kaufen, denn niemand möchte diese Kunstwerke in seiner Sammlung missen. So gibt es auch dieses Mal ein Special-Allround-Digipack in einem sehenswerten Design für das Sammler-CD-Regal. Entwickelt von keinem geringeren als Illustrator Ingo Römling, aka Monozelle, der bereits Cover für ASP, DIARY OF DREAMS, SAMSAS TRAUM u.a. gestaltete. Auf den ersten Blick werden Düsternis, Nacktheit und Reptilien mit einem edlem Silberfolien-Druck gepaart. Die Bedeutung des Ganzen offenbart sich nach und nach und lässt einigen Spielraum für Interpretationen zur Thematik Paradies, Garten Eden, Adam und Eva und dem Einzug der Sünde, der laut vorliegendem Cover schon eingetreten zu sein scheint. Denn inmitten einer öden Steinwüste hockt das biblische Paar von einer schwarzen Schlange umschlungen. IN STRICT CONFIDENCE greifen wie schon einige Male zuvor, inhaltlich und optisch das Thema „Religion und Bibel“ auf, und das in einer Zeit in der die Meinungsfreiheit bezüglich Religionen ein heikles Thema ist.

Mit der Extended Version von „Promised Land“ beginnt die Reise in eine ganz eigene Mythologie. Geheimnisvolle aber absolut typische ISC-Klänge umgeben Dennis’ markant tiefe Stimme. Die bisher dunkle, bedrückende und hektische Atmosphäre wird blitzschnell durch glockenhelle, weibliche Vocals aufgehellt. Keine Unbekannte in ISC-Gefilden ist nämlich Antje Schulz (Ex-CHANDEEN), die auch schon auf den Vorgänger-Alben zu einigen Titeln Ihren Gesang beisteuerte. Langsam fragt man sich, ob man ISC zu einem weiteren Bandmitglied gratulieren darf… Doch zurück zu „Promised Land“: Der Refrain ist absolut eingängig, fast poppig. Dazu tragen auch die freundlichen Keyboardklänge und Samples bei. Voller Ironie und Naivität wünschen sich Dennis und Antje, in das gelobte Land zu gelangen. Schneller, tanzbarer und rhythmischer geht es in „Paradise regained“ zu. Der Tanzflächenfüller schlechthin! Die gewohnt raue und hier verzerrte Stimme, sowie ausgefeilte Lyrics bilden ein unverwechselbares Soundkonzept und mit Industrial- und Tranceanleihen ein sehr hohes Niveau. Mein weiterer Favorit auf dieser Scheibe ist „Pearl“. Ein balladesker Song mit sanften Melodien, ungewohnt weich gesungen, mal ohne rauchige Stimme und Härte, dafür unheimlich facettenreich, melancholisch mit allerlei musikalischen Spielereien, feinen Drums und einem unsagbar schönem Refrain für alle Sinne. Es folgen wieder bekanntere Klänge im Clubmix von „Promised Land“, der einem noch schneller, clubtauglicher, tanzbarer und wuchtiger um die Ohren schmettert. Allerdings dadurch etwas an Melodie und Eingängigkeit verliert. Alexander Kaschte (SAMSAS TRAUM) verfeinert das Stück „Wintermoon“ mit seiner typischen Härte und seinem Stil aus Neoklassik und moderner Rockmusik. Krachig donnernde, progressive Beats werden hin und wieder von Antjes klaren Gesangsparts aufgelockert, um dann wieder in ein brachiales Soundgerüst gehüllt zu werden. Etwas Abkühlung und Zeit zum Chillen bringt „Diamond“. Ein ruhiges, sphärisches aber vielschichtiges Instrumentalstück mit Akustikgitarrenparts, welches mit leisen, gehauchten weiblichen Vocals endet. Das nächste Stück „Emergency“ ist schon vom Longplayer „Holy“ bekannt und wird hier in der BLIND FAITH AN ENVY-Version einer Kältekur unterzogen, die die ursprüngliche Version in einem anderen Licht erstrahlen lässt. Mir gefiel die erste Version allerdings besser. Die Electro-Ambient Verfechter PATENBRIGADE:WOLFF durften „Paradise Regained“ ihren typischen, sanft chilligen, minimalistischen Stil verleihen. Die melodiösen Arrangements, langsamen Midtempo Beats und den kühlen Electro-Groove möchte ich an dieser Stelle ganz besonders hervorheben. Auch BLUTENGEL bekamen die Möglichkeit „Promised Land“ nach Ihrem Geschmack zu verändern. Für mich der Remix, der mich am wenigsten begeistert. Die EP schließt mit einem Lucas Boysen Remix von „Samael“. Ebenfalls kein unbekannter Name, so gab es bereits auf der letzten EP „Seven Lives“ einen Boysen Remix. Samael ist laut Mythologie ein böser Dämon, der versucht, Menschen zu schädigen. Dieser Hintergrund wird durch stark verzerrten Gesang und technoide Einflüsse musikalisch umgesetzt und ergibt einen eigenwilligen Sound, der wohl nicht allzu massentauglich ist.

„Where Sun and Moon unite“ ist eine geniale EP mit 10 starken Songs, fast einstündiger Laufzeit und schon für unter 10 Euro zu haben. Bei den Hörern wird unter anderem das Ziel erreicht, die Spannung auf die Songs und das Artwork des im Mai erscheinenden Full-Length-Albums „Exile Paradise“ ins Unermessliche zu steigern.

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In Strict Confidence 'Where Sun and Moon unite' Tracklist
1. Promised Land Extended Version 07:11
2. Paradise Regained 06:13
3. Pearl 04:46
4. Promised Land Club Mix 05:34
5. Wintermoon Samsas Traum Remix 04:10
6. Diamond 05:09
7. Emergency Blind Faith & Envy Version 04:24
8. Paradise Regained Patenbrigade:Wolff: Remix 04:06
9. Promised Land Blutengel Remix 05:43
10. Samael Lucas Boysen Mix 07:05
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