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INHUMAN (D) - This is Not a Warning

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Artist INHUMAN (D)
Title This is Not a Warning
Homepage INHUMAN (D)
Label MONOGENUSS
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Als Mafiosi-Laien erhaschten INHUMAN erstaunlich positive Resonanzen mit ihrer ersten EP „Silence is over“. Verdienterweise landete der Vierer damit beim Wiesbadener Label „Monogenuss“, das sich nun, nachdem besagte EP zunächst online vertrieben wurde, auch um die physischen Angelegenheiten der Dreieicher sorgt. Um in diesem Zuge die etwas älteren Stücke ein weiteres Mal aufzurollen, umfasst das Debüt „This is Not a Warning“ neben fünf neuen auch die bereits vorhandenen Songs, deren Popularität, so erwartet man, sich nachträglich noch ein klein wenig steigern lässt.

Dürfte nun keine große Schwierigkeit mehr darstellen, zumal man dem „Silence is over“-Material ein paar ebenbürtige Stücke gegenüberstellt. „Not A Warning“ rauscht zwar noch arg naiv um die Ecke, doch spätestens das anschließende „Mighty Lies“ geht ordentlich ab. Schön locker, aber mit dickem Groove für die Hüften. Die Ideen sind INHUMAN auch nach den Abwechslung versprechenden Tracks wie dem auch auf der Langrille weiterhin ganz vorne mitspielenden „The Mafia“ nicht aus den Händen geglitten, wenngleich man sich weitestgehend im Spannungsfeld aus luftigem Pop-Rock, Alternative und kleinen Spritzern Metal bewegt. An letztgenannter Zutat vergreift sich „Another Gun“ mit ähnlich funktionierendem Songwriting, bevor „Golden“ meiner Meinung nach das Highlight der Scheibe einleitet. Vor Emotionen nicht zu sehr triefender Gitarren-Pop umgarnt einen netten Text über Leid und Liebe, sanfte Melodien, zehrende Vibes und abwechslungsreiche Rhythmik runden ab. Das massiert die Ohren und könnte sich als erster Hit etablieren. Toll! „Photograph“ ist mit vergleichbarem Aufbau direkt nach dieser Nummer etwas unglücklich platziert, bleibt aber insofern interessant, da Sänger Jonas klare Stimme hier besonders ausdrucksstark erscheint. Der Kuschelecke kann in den letzten Zügen zu den der EP entstammenden Stücken, unter anderem „What You Get“ ist dabei, ohnehin nochmal entflohen werden, um das Holzbein tanzen zu lassen.

Einen wirklichen Fortschritt bedeutet das Debüt letztendlich nicht, dazu bedarf es sicherlich auch noch ein paar neuer Titel mehr. Ein Rückschritt ist aber ebenfalls nicht zu verzeichnen, als ordentlich produziertes und die Stücke der EP noch einmal flächendeckend verfügbar machendes Erstwerk schafft „This is not a Warning“ damit anregende und von Spaß am Musizieren zeugende Kurzweil, die INHUMAN mit Sicherheit weiter nach vorne bringen wird.

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