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INQUISITOR - The Quantum Theory Of Id

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Artist INQUISITOR
Title The Quantum Theory Of Id
Homepage INQUISITOR
Label FORGOTTEN PATH
Leserbewertung
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3.0/10 (1 Bewertungen)

Als Fanzine angefangen, hat FORGOTTEN PATH die immer interessanter werdende Szene der östlichen Regionen zum Anlass genommen, selbst zum Label zu werden. Als ersten Ouput haben sich die Litauer ihre Landsleute INQUISITOR ausgesucht, die auch gleich mal eben mit einem ausschweifenden Konzept-Album an den Start gehen.

So erreichen alle vier Songs der Avantgarde Black Metaller locker die 9 Minuten-Marke und orientieren sich musikalisch an den anspruchsvollen Vorgaben ihrer gar nicht so weit entfernten skandinavischen Vorbilder, zu denen sicherlich ARCTURUS gehören dürften. Da erinnert gleich der erste Song „Pricipia Mathematica Philosophiae Naturalis“ mit seinen komplexen Gitarren-Parts, der fließenden Atmosphäre und den entgegen rollenden Doublebass-Parts an die aussergewöhnlichen Norweger. Aber auch proggige Passagen der Marke IHSAHN brechen besonders im zweiten Teil des Songs mehr und mehr durch, wobei dazu auch die generell ähnlich klingenden Vocals ihren Beitrag erbringen. Diese Ausrichtung wird im folgenden „Die Welt als Wille und Vorstellung“ verstärkt verfolgt, bekommt als Ergänzung noch einen Schuss EMPEROR in ihrer Final-Zeit verliehen und erzeugt daher ein recht chaotisches Klangbild, dem man nur schwer folgen kann.“Corpus Hermeticum“ geht den Weg andersherum. So beginnt der Song mit chaotisch-brutalen Strukturen, die weiterhin an einen Querschnitt aus Ihsahns Solo-Pfaden und die letzten EMPEROR-Zuckungen erinnern und entwickelt sich zum Ende hin zu einem getragenen Prog-Epos, in dem es nun auch stimmlich düsterer wird. Das abschließende „The End of Certainty: Supremum“ vereinigt nochmal alle vorangehenden Facetten und bildet damit einen schlüssigen Abschluss eines mehr als anstrengenden Albums.

Das Problem der Litauer ist einfach das letzte Quentchen, das im Songwriting fehlt. So sind Ihsahn oder die Jungs von ARCTURUS ohne Zweifel herausragende Musiker und Songschreiber, die einen mit einem noch so langen aber auch sehr kurzen Song in den Bann ziehen und empfundene Ewigkeiten fesseln können. INQUISITOR sind spielerisch absolut auf dem richtigen Weg und brauchen sich vor Anhängern der genannten Combos nicht verstecken. Aber das Top-Level dieses Genres ist derzeit noch eine Stufe zu hoch. Mit ein wenig mehr Erfahrung und einer etwas dichteren Soundproduktion kann dass allerdings in Zukunft schon anders aussehen!

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