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IROHA - s/t (2-CD)

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Iroha-Iroha.jpg
Artist IROHA
Title s/t (2-CD)
Homepage IROHA
Label DENOVALI RECORDS
Leserbewertung
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Bei der Gestaltung des vorliegenden Digipaks wurde sich wirklich viel Mühe gegeben. Schließlich ist es auch das Debütalbum von IROHA, nach einer Split-LP mit FRAGMENT. Doch bekanntlich zählen ja die inneren Werte.

Und da ist meine Meinung zwiegespalten. IROHA ist Indie-Rock, besser umschrieben eine Mischung aus Experimental, Metal und Shoegaze. Wobei Letzteres am besten zutrifft. Harte Gitarrenriffs und Basslines werden mit melancholischen, elektronischen Melodien gemischt, wobei die Musik dennoch zerbrechlich und sensibel wirkt. Die Stimme von Mastermind Andy Swan wandert dabei aufgrund der Dominanz der Gitarren eher in den Hintergrund. Eigentlich klingt das nach einer interessanten Mischung, die ersten Songs halten das Versprechen auch. Allerdings fühlt sich der Hörer sehr schnell an „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert. Denn man hat tatsächlich das Gefühl, ein Lied in Endlosschleife zu hören. Dem Album fehlt es stark an Abwechslung. Der Hörer vermag nicht, die einzelnen Songs auseinanderzuhalten. Einzige Ausnahme ist das letzte Stück (gleichsam Titeltrack), bei dem eine Frauenstimme den Song variiert. Ansonsten ist Monotonie angesagt.

Auf CD 2 befindet sich das gesamte Album noch einmal. Dieses Mal gemixt von Justin Broadrick (GODFLESH, JESU). Der Unterschied zu CD 1? Nahezu keiner. Somit ist dieser Teil komplett überflüssig. Immerhin finden noch drei Remixe von JESU, TRANSITIONAL und BLACK GALAXY Platz, die dann auch tatsächlich etwas frischen Wind mitbringen.

IROHA machen eigentlich keine schlechte Musik, aber je länger und je öfter man das Werk goutiert, desto mehr lullt es einen ein. Schade, der Stil hätte Potential. Vielleicht sollte sich Swan weitere Musiker mit ins Boot holen. Neben der CD-Version existieren auch drei verschiedene Vinyl-Editionen in einer Gesamtauflage von 500 Exemplaren. Diese werden jedoch ohne die drei Remixe vertrieben. Ja, was soll man sagen. Interessierte Leser sollten sich auf jeden Fall mal eine Hörprobe geben.

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