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JESS AND THE ANCIENT ONES - The Horse And Other Weird Tales

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Jess-And-The-Ancient-Ones-The-Horse
Artist JESS AND THE ANCIENT ONES
Title The Horse And Other Weird Tales
Homepage JESS AND THE ANCIENT ONES
Label SVART RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.5/10 (2 Bewertungen)

Das finnische Psych-/ Occult-Outfit JESS AND THE ANCIENT ONES um die namensgebende Sängerin und Gitarrist sowie Hauptsongwriter Thomas Corpse hat rechtzeitig zur kalten Jahreszeit sein neues, mittlerweile drittes Feuer entfacht. Es hört auf den Namen „The Horse And The Other Weird Tales“ und beschreitet laut Promo-Info einen „magischen Mystery-Trip zur dunklen Seite der 60s durch die Augen eines modernen Occult-Rockers“.

Tatsächlich ist diese Beschreibung nicht ganz unzutreffend, wobei ich mich nach mehreren Hördurchläufen doch einigermaßen an dem Wort „modern“ störe. Was aber wiederum eigentlich auch gut so ist, denn durch die konsequente Retro-Attitüde, die die Band sowohl in kompositorischer wie auch produktionstechnischer Hinsicht an den Tag gelegt hat, versprüht die Musik der sieben Nordländer einen absolut authentischen Charme vergangener Epochen, ohne dabei altbacken zu klingen. Auffällig an „The Horse And Other Weird Tales“ ist der für Occult-, und erst recht für finnische Verhältnisse, beschwingte Grundcharakter der neun Stücke mit einer Spielzeit von knapp 35 Minuten. Ein zweischneidiges Schwert, das zwar einerseits einen präzisen, sauberen Schnitt, sprich klare Songstrukturen und einen leicht nachvollziehbaren Flow ermöglicht, andererseits aber auch zu Lasten des Tiefgangs geht. So driften die grundsätzlich ordentlichen und mit netten Ideen gespickten Songs mitunter ein wenig in Richtung Beliebigkeit ab. So wirklich nachhaltig im Ohr hängen bleiben will da relativ wenig. JESS AND THE ANCIENT ONES verarbeiten in ihren Songs eine Menge sehr geschmackssicherer Einflüsse von JANIIS JOPLIN und GRATEFUL DEAD über die eine oder andere, subtile VELVET UNDERGROUND-Reminiszenz bis hin zu HYPNOS 69, und sind dazu auch handwerklich wie auch bezüglich ihres Talents für flüssige Arrangements durchaus in der Lage. Jedoch weckt das Ergebnis viel zu oft eher die Lust auf die Originale, anstatt den Hörer selbst vollständig zu berauschen. Die gelegentlichen Ausreißer nach oben, wie das gleichzeitig gefühlvolle und toll groovende „You And Eyes“ oder auch „Your Exploding Heads“ reichen dafür insgesamt nicht aus.

Fazit: Für absolute Die Hard-Sixties-Fans ist „The Horse And Other Weird Tales“ sicherlich eine tolle Empfehlung. Der Rest der geneigten Hörerschaft wird bestimmt auch den einen oder anderen schönen Moment mit JESS AND THE ANCIENT ONES erleben. Schlecht ist das Album nämlich definitiv nicht, nur ein Stück weit zu… hmm… vergänglich vielleicht.

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