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JESS AND THE ANCIENT ONES - s/t

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Artist JESS AND THE ANCIENT ONES
Title s/t
Homepage JESS AND THE ANCIENT ONES
Label SVART/ CARGO RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Nach den ganzen unsäglichen Hypes (Metalcore/ Deathcore, Thrash…) der letzten Jahre, die zum Glück recht schnell wieder abgeflaut sind, versucht man nun anscheinend allerorten mit Gewalt das nächste angeblich große Ding durchzudrücken: Okkult-Rock. Was ein Quatsch!

Schon die unsäglichen THE DEVIL´S BLOOD entpuppen sich bei unverklärtem Hinlauschen als stinknormale 70er-Retrokapelle, die zwar einige gute Songs fabriziert hat, den ganzen Schmonz aber auch mit ach-so-bös-atmosphärischer Show, wirrem Geschwafel vom Antikosmos und okkultem Brimborium aufpimpen muss, um im breiten Maße Aufmerksamkeit zu erlangen… musikalisch ist das alles andere als herausragend. Die nächsten im Bunde sind die Finnen JESS AND THE ANCIENT ONES, die in genau dem gleichen Fahrwasser schwimmen und somit schon fast eine Kopie der eigentlichen Kopie sind. 70er-RetroRock mit okkultem Anstrich und Sängerin, der ist allerdings zugegebenermaßen gut gemacht und hat durchaus seine Momente. Eine ganze Ecke frühe NWOBHM mengen die 7 Musiker/-innen auch noch hinzu, was dem Material zu schickem Groove und Knackigkeit verhilft. Dennoch sind die 7 recht langen Songs (55 Minuten gesamt) sehr erdig und basisch produziert, was einen warmen Klang ergibt, der sich wohltuend vom sonstigen heutigen Hochglanz-Rechnersound abhebt. “Prayer for Death and Fire” oder das leicht beschwörend beginnende “Ghost Riders” fließen umgehend ins Gehör, die Hammond passt, die IRON MAIDEN-Riffs auch und kompositorisch ist das Ganze gut abgehangen. Die größte Sängerin ist Jess zwar nicht, aber ihr Timbre passt zum Sound. Vor diesem Album gab es nur eine Split-Single (mit DEADMASK) im letzten Jahr, der dortige Track “13th Breath of the Zodiac” ist hier auch enthalten. Ein straighterer Rocker mit schönem Mitgröhlrefrain und schicker Melodie.

Wer auf die ganzen alten 70er-(Prog)Rock-Kapellen kann, der dürfte mit JESS AND THE ANCIENT ONES umgehend warm werden. Ein gutes Werk, aber beileibe (erneut auch hier) nicht die Neu-Erfindung des Knäckebrotes!

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