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JESUS AND THE GURUS - Hammering on the Gates of Heaven

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Jesus_Gurus.jpg
Artist JESUS AND THE GURUS
Title Hammering on the Gates of Heaven
Homepage JESUS AND THE GURUS
Label FEAR SECTION/ SOULFOOD
Veröffentlichung 03.11.2003
Leserbewertung
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7.1/10 (16 Bewertungen)

JESUS AND THE GURUS stammen aus der schönen Schweiz, sind aber doch ziemlich atypisch für das als recht „sauber“ und „konservativ“ geltende Land. Denn man fabriziert eine Art satanistischen Elektro Rocks mit Fetish-Anklängen bei der Live-Umsetzung. Der Reihe nach: 1993 treffen sich drei Männer auf einer Party, bei der es wohl recht wild zugegangen sein muss. Unter Drogeneinfluß beschliesst man, eine Band zu gründen, die der verrohten Gesellschaft den Spiegel vorhalten will. Nachdem man zunächst auf eine weibliche Sängerin zurückgreifen kann („Dom de Lilac“), verlässt diese leider die anderen Gurus, so dass man sich wieder auf die Suche begibt. Ergebnis derselbigen ist das momentane Line Up bestehend aus Son ov David (Vocals), Gabriell Medicine Man (Sampling) und den in Ungarn lebenden Tom Alien (Gitarren). Neben der Vernichtung von Unmengen an Alkohol und der Entjungferung williger Satanistinnen hat man schon einige Live Shows auf dem Buckel, die dem Vernehmen nach recht krass ausfallen sollen. „Hammering at the Gates of Hell“ ist das Debüt bei Chris Pohls „Fear Section“, man hat aber auch schon vorher einiges an Veröffentlichungen vorzuweisen (4 CDs, u.a. auch eine Zusammenarbeit mit dem EREMITEN).

Nun besteht ja immer die Gefahr, dass übertriebenes Image und Ideologie die eigentliche Tonkunst in den Hintergrund treten lässt, dem ist hier aber zum Glück nicht so. Zwar haben wir es hier mit keiner musikalischen Sensation zu tun, aber man verknüpft doch geschickt vorhandenes mit eigenen Ideen. Die Stücke wirken im Schnitt so, als wäre Andrew Eldritch bei MINISTRY eingestiegen, um Früh-90er PRONG zu covern. Son ov David hat wirklich eine ganz ausgezeichnete Düsterstimme und eine hervorragende englische Phrasierung, mein Respekt dafür. Dazu erklingen simple, aggressive und abgehackte Gitarrenriffs, die man allesamt schon mal gehört hat. Die Keys setzen einige nette Wave-Farbtupfer, welche das ganze wiederum gut abschmecken. Das klappt mal vorzüglich, wie bei meinem Favoriten „So fucking Special“ (Ein Liebeslied!) oder der STONES-Coverversion „Paint it black“. Mal wird es auch belanglos, wenn wie bei „2000 Years“ ein langweiliger Refrain bis zum Erbrechen genudelt wird, derart Songs sind aber in der Minderzahl. Die Texte kann man in ihrer Gesamtheit nur als kirchenfeindlich bezeichnen (fast noch eine Untertreibung!), ebenso wie das Booklet, welches aus einer Unmenge religionsverachtender Collagen besteht. Dabei halte ich die Eidgenossen aber nicht für sooo bierernst, eine Menge an Selbstinszenierung ist auch dabei.

Eine Scheibe, die man Anhängern von KMFDM oder eben MINISTRY empfehlen kann, die es vielleicht auch etwas weichgespülter mögen. Ich werde mich jedenfalls bemühen, die Jungs mal live zu sehen, um vielleicht auch herauszufinden, wer zum Teufel „Bingo, der Clown“ ist…

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Jesus and the Gurus 'Hammering on the Gates of Heaven' Tracklist
1. Bingo 1
2. What will perish
3. Hey guys, hey girls (nail me on a cross upside down)
4. Who is Satan
5. Simulator
6. Planet
7. 2000 years
8. Evil
9. Life is near
10. Glowing sun
11. Bingo 2
12. Die today
13. So fucking special
14. Drink my blood
15. Promise me your blood
16. Paint it black
17. Crashtest dummy
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