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JOHN DEAR - Far From The Ghost Road

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John Dear
Artist JOHN DEAR
Title Far From The Ghost Road
Label IRASCIBLE MUSIC
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

JOHN DEAR hat zwei Köpfe, vier Arme und ein Herz, das im Blues-Rock-Rhythmus schlägt. Wie das geht? Dadurch, dass sich Catia Bellini (Drums) und Guillaume Wuhrmann (Vocals & Guitar) zusammengetan haben. „Far From The Ghost Road” ist das Langspiel-Debüt des Duos mit Wohnsitz in Lausanne und lässt mit Sicherheit das Herz derjenigen höher schlagen, die beispielsweise THE BLACK KEYS und die WHITE STRIPES zu schätzen wissen.

Außerdem kommen die Fans von Roger Federer auf ihre Kosten, denn dem erfolgreichen Schweizer Tennisspieler haben JOHN DEAR nicht nur einen knackigen Song gewidmet, sondern gleich auch noch ein Video rausgehauen. Ansonsten lassen die beiden wahrlich nichts anbrennen und wenn sie zum „Heavy Dance“ bitten, trieft der Blues mit viel Wumms aus den Boxen, während „Beautiful & Damaged“ genau so schön, dreckig und rau rüberkommt, wie es der Songtitel vermuten lässt. Mit viel Tempo und knackigem Gebläse übernimmt „Rust & Stardust“, bevor „John Dear Is“ straight nach vorn drängt und an die BLACK KEYS mit „Howlin’ For You“ erinnert. Nun haben wir es hier aber nicht mit irgendeinem Plagiat zu tun, sondern mit sehr eigenständigen Musikern, die sich auf keinen Fall verstecken müssen. Etwa mit ihrem instrumentalen „The Ghost Road“, das es ein wenig ruhiger, aber dabei nicht weniger druckvoll und energetisch angehen lässt. Mit „Step Into The Game“ gibt’s erneut was auf die Zwölf und „Gunshot Wedding“ macht natürlich auch keine Gefangenen, zeigt sich jedoch eine Spur verspielter, ehe es mit „Until It Bleeds“ ordentlich groovt und das finale „Van Horn“ zum rumpelnden Rundum-Schlag ausholt.

Es ist mir ein Rätsel, warum wir hierzulande mehr als ein Jahr auf diese großartige Scheibe warten mussten. Bei den Eidgenossen ist der Erstling nämlich schon Ende 2014 erschienen, aber vielleicht haben wir ja Glück und Catia Bellini und Guillaume Wuhrmann legen demnächst den zweiten Streich nach, der nicht so lange braucht, um denn Weg über die Alpen zu finden. Ich hätte auf jeden Fall gern mehr von dem fantastischen Blues-Rock aus dem Hause JOHN DEAR!

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