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JOSIAH - Procession

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Josiah-Procession.jpg
Artist JOSIAH
Title Procession
Homepage JOSIAH
Label ELEKTROHASCH
Veröffentlichung 27.11.2013
Leserbewertung
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5.3/10 (3 Bewertungen)

Eigentlich sehr schade, wenn man eine Platte zur Rezension vorliegen hat, die einem von Durchlauf zu Durchlauf besser gefällt, und die Kritik dann gleich mit einem Nachruf verbinden muss. „Procession“ wird nämlich der letzte Output der britischen Stoner Rocker von JOSIAH sein. Es handelt sich auch nicht wirklich um ein „normales“ Album im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr um eine Zusammenstellung (oder sozusagen den bandeigenen Nachruf?) aus fünf bisher unveröffentlichten Studioaufnahmen sowie einem Livemitschnitt von ebenfalls fünf Songs, aufgenommen bei einem Konzert im schwedischen Umea im März 2007.

Kopf der im Jahr 2000 gegründeten Formation ist (oder war) einmal mehr Mathew Bethancourt, das extrem umtriebige Mastermind von THE KINGS OF FROG ISLAND, CHERRY COKE und THE BEGINNING. Da anständige Schuster ja für gewöhnlich bei ihren Leisten bleiben, gibt es konsequenterweise auch bei JOSIAH gute ehrliche und raue Handwerksarbeit zu bestaunen, die nach jeder Menge Whiskey, Schweiß und trichterförmigen Zigaretten riecht, klingt und schmeckt. Stoner Rock könnte man sagen. Aber Stoner Rock mit einer ziemlich hippiesk anmutenden Doom-Schlagseite. So wähnt man sich bereits beim Opener, der gleichzeitig der Titelsong des Silberlings ist, den morastigen Hang des Schicksalsberges besteigen, schlaghosenbewehrt im Schlepptau einer von Tony Iommi höchstselbst angeführten Prozession. Doch wird der Hügel in der Folge um einiges schneller erklommen als weiland durch BLACK SABBATH. Das klingt dann ein wenig nach BRANT BJORK oder FU MANCHU, sieht aber dreckiger aus und stinkt wundervoll abgehangen.

Das gilt im Übrigen auch für den zweiten Teil von „Procession“, nur dass es dabei wahrscheinlich vor allem das (leider beim Mix untergegangene) Publikum ist, was stinkt. Jedenfalls scheint Umea seinerzeit Schauplatz eines extrem schweißtreibenden JOSIAH-Gigs gewesen zu sein. Es präsentiert sich eine sehr tight aufspielende Band, die es offenbar sehr gut verstanden hat, die rohe Energie ihrer Songs auf die Bühne zu transportieren.

Fazit: Insgesamt eine sehr gelungene Scheibe, die trotz des Wechsels zwischen Studio- und Liveaufnahme keinen wirklichen Bruch erfährt, sondern eine runde Sache für Liebhaber der genannten Bands darstellt. Anspieltipps: „Broken Doll“ und das an JIMI HENDRIX erinnernde, großartige „Silas Brainchild“.

In stiller Trauer:

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Josiah 'Procession' Tracklist
1. Procession
2. Broken Doll
3. Thirteen Scene
4. Dying Day
5. Dead Forever
6. Looking At The Mountain (Live)
7. Time To Kill (Live)
8. Silas Brainchild (Live)
9. Malpaso (Live)
10. I Can't Seem To Find It (Live)
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