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KADENZZA - Into the Oriental Phantasma

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Artist KADENZZA
Title Into the Oriental Phantasma
Homepage KADENZZA
Label HOLY RECORDS
Veröffentlichung 06.09.1993
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Warum nur bleiben die verrückten Sachen immer an mir hängen? Aber das hätte ich mir ja gleich denken können, wo doch KADENZZA das Solo Projekt eines einzigen Japaners ist und es im Land der aufgehenden Sonne nicht immer mit rechten Dingen zugeht. You Oshima, im wirklichen Leben im Finanzbereich tätig, Splatterfan und ein echter Metalhead seit Urzeiten, zieht hier die Fäden an sämtlichen Fronten. Startete er 1991 noch als Gitarrist in einer Band namens BLACK MARIA, stellte er schon kurze Zeit später fest, dass er seine Visionen nur alleine ausleben kann. In vielen mühsamen Jahren lehrte er sich selbst die Bedienung von Keyboards und Sequenzern, so dass vorliegendes Debüt selbstverständlich mit einem (schnell zu erkennenden) Drum Computer ausgestattet wurde. Gitarren und auch verschiedenartigste Vokalstile stammen selbstverständlich auch von You, der seinen Sound „Progressive Extreme Horror Metal“ nennt. Der Name KADENZZA wurde im übrigen von dem Begriff “Cadenza” abgeleitet, der für eine bestimmte Art von improvisierten Soli steht.

Nun befällt mich nicht gleich der Horror, wenn ich mir die 6 teils überlangen Kompositionen reinziehe, aber Stürme der Begeisterung entfacht der abgedrehte Sound auch nicht. Das liegt sicher an den vielen Speed Metal Anteilen, also die typisch schnellen, klassisch angehauchten Riffs und Melodiebögen, die mir noch nie besonders lagen. Dazu kommen noch bombastische Keyboards, die mehr als einmal die Ebene der reinen Begleitfunktion verlassen und CHILDREN OF BODOM erblassen lassen. Für den extremen Metal steht eigentlich nur der aggressive Gesang, der zumeist vorherrscht und nicht immer zu den musikalischen Parts passt. Hin und wieder wird aber auch hymnisch geshoutet, der Meister der Chaos-Theorie war hier am Start. Die Songs enthalten teils wahnwitzige Arrangements und Tempowechsel, die der Nachvollziehbarkeit eher schaden, als das sie atmosphärisch wirken.

Entsprechend der japanischen Kultur lehnt sich ein Track an den Manga-Klassiker Prinzessin Mononoke an, andere Inspirationen holte sich der Meister bei dem Streifen „Pearl Harbour“. Vieles wirkt – für mich zumindest – in den jeweiligen Parts zu bombastisch, zu theatralisch, um wirkliche Gefühle anzutriggern. Auch das entspricht der japanischen Mentalität, Emotionen meist exzessiv auszudrücken, sei es Freude oder Gewalt. Technisch kann ich KADENZZA nur bewundern, hier sind keine Schwächen zu erkennen und wer eine Mischung aus MEKONG DELTA, Oper und EMPEROR schmackhaft finden mag, der darf dieses fernöstliche Häppchen gerne goutieren. Ich aber mag kein Sushi, ist irgendwie roh und unnahbar…

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Meat Loaf 'Into the Oriental Phantasma' Tracklist
1. I'd Do Anything For Love (But I Won't Do
2. Life Is A Lemon And I Want My Money Back
3. Rock And Roll Dreams Come Through
4. It Just Won't Quit
5. Out Of The Frying Pan (And Into The Fire
6. Objects In The Rear View Mirror May.....
7. Wasted Youth
8. Everything Louder Than Everything Else
9. Good Girls Go To Heaven (Bad Girls Go Ev
10. Back Into Hell
11. Lost Boys And Golden Girls
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