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KEVIN DEVINE - Instigator

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Artist KEVIN DEVINE
Title Instigator
Homepage KEVIN DEVINE
Label BIG SCARY MONSTERS
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

KEVIN DEVINE war immer schon ziemlich umtriebig. Live ist der Mann aus Brooklyn viel unterwegs, dann gibt’s noch ein Nebenprojekt namens BAD BOOKS, mit dem ein Doppelalbum veröffentlicht wurde und eine sehr ambitionierte 7’’-Split-Single-Serie mit prominenten Mitstreitern (u.a. BRAND NEWs Jesse Lacey, PERFECT PUSSYs Meredith Graves, NADA SURFs Matthew Caws und TIGERS JAW). Ach ja, eine Live-Platte ist Anfang 2016 auch noch in die Läden gekommen. Und jetzt also das neunte Studio-Album „Instigator“, bevor er im neuen Jahr mit seiner GODDAMN-Band wieder auf Tour geht.

Der Singer-Songwriter erzählt elf kleine Geschichten, die im Falle des Openers „No Why“ oder beim fein jaulenden „Both Ways“ mit treibendem Power-Pop vorgetragen werden. Der nachdenkliche Titeltrack „Instigator“ steht dem in Sachen Intensität und Druck in nichts nach und auch „Magic Magnet“ schrammelt ganz vortrefflich. Derweil kommt der „Freddie Gray Blues“ mit eindringlichen Akustikgitarren und zartem Gesang aus, um die rassistische Polizeigewalt zu kommentieren, die 2015 in Baltimore den besungenen Freddie Gray tödlich traf und Kevin als Mitglied einer Polizisten-Familie ganz besonders am Herzen liegt. Genauso wie der Bruch, der mit den Ereignissen des 11. September 2001 im Kleinen wie im Großen durch das Leben des New Yorkers geht und seine gelungene musikalische Entsprechung im kraftvollen „No History“ erfährt. „Daydrunk“ schließt sich mit abwechslungsreichen Melodien an, bevor sich „No One Says You have To“ auf gezupfte Gitarrensaiten und zurückhaltende Vocals beschränkt. unterdessen sorgt „Guard Your Gates“ für einen NIRVANAesken Grunge-Moment, ehe „Bevor You’re Here“ mit zu Herzen gehendem Indie-Rock gefällt und „I Was Alive Back Then“ noch mal leise Töne anschlägt.

KEVIN DEVINE gelingt auf „Instigator“ ein spannender Mix aus Indie-Rock, Power-Pop und akustischen Singer-Songwriter-Stücken, die bestens zusammenpassen und nie Langeweile aufkommen lassen. Dass der bald 37-jährige Musiker dabei auch noch was zu sagen hat, schadet zudem natürlich auch nicht…

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