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KHOMA - A Final Storm

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Artist KHOMA
Title A Final Storm
Homepage KHOMA
Label RAZZIA
Veröffentlichung 26.11.2010
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Passend zum originären Bandnamen (anfangs schimpfte man sich noch Koma ohne “H”) haben KHOMA mal eben schlappe vier Jahre dazu gebraucht, sich aufzuraffen, um den Nachfolger von “The Second Wave” einzuspielen. Wenn man jetzt zum „Final Storm“ ansetzt, will man doch nicht hoffen, dass damit alles gesagt worden ist, präsentieren sich die Schweden mit diesem Album doch in einem durchaus glanzvollen Licht!

Nachdem 2006 noch Roadrunner die Band aus der Hardcore-Hochburg Umeå unter ihre Fittiche nahm, findet sich jetzt „Selective Notes“ als Herausgeber wieder; ein neues Label, welches von IN FLAMES-Sänger Anders Frieden samt Partner aus deren Management gegründet wurde und Teil von Razzia Records ist. Nachdem das Album schon im April in der schwedischen Heimat erschienen ist und dort bis auf Platz 12 der Charts klettern konnte, ist das eruptive Post-Rock-Ereignis endlich auch bei uns offiziell zu bestaunen. Hinter dem leider nichts sagenden Artwork versteckt sich nämlich ein atmosphärisches bis treibendes, partiell progressives Art-Core-Gewitter mit leichter instrumentalen TOOL-Kante und eingebauter RADIOHEADscher Melodienseligkeit. Und diese Sounddichte kommt natürlich nicht von ungefähr, bedienen zwei Drittel des Trios doch ansonsten bei den Post-Metallern CULT OF LUNA die sechs Saiten des elektrischen Wohlklangs (der Bass und einige Percussion-Parts wurden dann auch noch von den COL-Kollegen Andreas Johansson und Thomas Hedlund eingespielt, um den familiären Crossover vollends perfekt zu machen). Da diese ihr Unwesen ja auch schon schlappe zehn Jahre treiben, ist es denn auch nicht weiter verwunderlich, dass man sich spielerisch keinerlei Blöße gibt. Zwischen dem Opener „Army Of One“, der mit sehnsüchtigem, fast britischem Gesang glänzt und das Ganze mit tonnenschwerem Riffs konterkariert (wobei der herrlich verzerrte Bass eine prominente Rolle einnimmt) und dem Titeltrack, der auch vor halligen Gitarrensounds à la U2 keine Angst hat, wird die spielerische Spannbreite aufs Allerfeinste ausgenutzt. Wobei es einem aber schleierhaft sein muss, wie einige Kollegen der schreibenden Zunft bei den ruhigen Passagen einen COLDPLAY-Einfluss ausmachen wollen… MEW, DEMIANS oder PORCUPINE TREE dürften sicherlich mehr Gemeinsamkeiten mit dem Breitwand-Sound von KHOMA aufweisen. Vielleicht betören die schmeichlerischen Synthies und der hohe Gesang von Jan Jämte so sehr, dass es einem zeitweise die Sinne raubt. Auch wenn durchaus in der Mitte des Albums einige Längen entstehen, ziehen die drei Schweden ihr Ding makellos durch und sorgen so für den passenden Soundtrack für endlose Fahrten über verschneite Autobahnen.

Für ambitionierte Schöngeister, die auf musikalische Abwechslung stehen und nicht unbedingt vierzig Taktwechsel in einem Song brauchen, ist dies die einzig wahre Weihnachtsplatte. Vielleicht sorgen die Schweden dann ja noch in vier weiteren Jahren für den „Perfect Storm“…

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Khoma 'A Final Storm' Tracklist
1. Army of one
2. From the hands of sinners
3. Harvest
4. Osiris
5. A final storm
6. Inquisition
7. The tide
8. All like serpents
9. In it for fighting
10. By the gallows
11. Mist
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