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KILLING MIRANDA - Consummate

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Killing-Miranda-Consummate.jpg
Artist KILLING MIRANDA
Title Consummate
Homepage KILLING MIRANDA
Label DIESEL MOTOR RECORDS
Veröffentlichung 05.11.2004
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Ein furioser Basslauf und dezentes Drumming. Tiefer Sprechgesang. Und dann der energetische Ausbruch. Die Briten sind los! KILLING MIRANDA werfen mit „Consummate“ ihr drittes Album der Welt zum Fraß vor. Filthy Rikky (voc), Alien Dave (guit), Irish Dave (bass) und Belle (drums) wollen ganz kompromisslos rocken, tun dies aber überlegt und gekonnt ohne primitives Geknüppel. Von Synthieloops untermalt brettern die Jungs ihren Gothic Rock aus den Boxen, dass es eine wahre Freude ist: „Dance the suicide!“ Teilweise grenzt das schon an Nu Metal der sanfteren Sorte.

Was auffällt, ist die Wandlungsfähigkeit der Insulaner. Nicht nur Rikkys Stimme, mal clean und mal verzerrt, besitzt ein erstaunliches Klangspektrum. Auch stilmäßig bieten KILLING MIRANDA ein Potpourri an Einflüssen und Akzenten. Schaut man sich Tracktitel wie „Shadow over Innsmouth“ oder „Enter the Dagon“ an, scheinen die Herren außerdem auch von Lovecrafts Cthulhu-Mythos genascht zu haben. Das ist zwar nicht neu, wurde aber auch schon deutlich schlechter umgesetzt. Rechnet man den namenlosen Bonustrack mit, befinden sich 10 „reguläre“ Songs auf der Platte, dazwischen eingestreut überraschen drei kürzere synthetische Soundcollagen mit Sprachsamples. Böse Zungen könnten behaupten, das reiße den Flow des Albums auseinander… mitnichten! Das würde zum einen die Qualität der Stücke gering schätzen, zum anderen bieten sie dem Hörer die nötige Ruhe, um Luft zu holen und sich mit frischem Elan in den nächsten Kracher werfen zu können.

Klingen die ersten Tracks noch deutlich nach gutem altem Gothrock, so mutet „No more love songs“ wie eine wilde Ehe zwischen NIN und STABBING WESTWARD an und „Bastard/Heretic“ könnte jeden BLIND PASSENGERS-Fan begeistern. Auf den ersten Blick nahezu harmlos erscheint da mit Spieluhrmelodie und Abzählreim „Boy meets Gun“ – nur um sich im Endeffekt textlich als eins der fiesesten Stücke der „Consummate“ zu entpuppen, wenn es auch musikalisch eins der Eingängigsten darstellt. Live dürften, von den Intermissions vielleicht abgesehen, ohnehin alle Lieder des Longplayers für zuckende Leiber und fliegende Haare sorgen. Leider wird sich das in nächster Zeit im deutschen Raum nicht verifizieren lassen können, im Moment betouren KILLING MIRANDA aber ausgiebig das Vereinigte Königreich.

„Consummate“ ist wahrscheinlich nichts für weichgespülte, weißgeschminkte Rüschengruftis und definitiv nichts für den kultivierten Nietzsche-Leseabend bei Rotwein und Kerzenschein. Wer aber den Sinn für Party und Spaß nicht verloren hat, wird eben jenen beim Hören haben!

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Killing Miranda 'Consummate' Tracklist
1. Conspiracy theory Button MP3 bestellen
2. (Five minute freeview) Button MP3 bestellen
3. I know what you want Button MP3 bestellen
4. Embrace
5. No more love songs
6. Disposable
7. (Saint of blasphemy) Button MP3 bestellen
8. Bastard / Heretic Button MP3 bestellen
9. Boy meets gun Button MP3 bestellen
10. (Shadow over Innsmouth)
11. Enter the dagon
12. Keine Titelinformation
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