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KOMOR KOMMANDO - Oil, Steel & Rhythm

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Komor-Kommando-Oil-Steel-Rhythm.jpg
Artist KOMOR KOMMANDO
Title Oil, Steel & Rhythm
Homepage KOMOR KOMMANDO
Label ALFA MATRIX
Veröffentlichung 25.02.2011
Leserbewertung
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9.0/10 (3 Bewertungen)

Da habe ich mir wieder ein hartes Stück Brot angelacht, denn das KOMOR KOMMANDO kann man nicht so leicht in eine Schublade stecken. Bei der Bundeswehr hätte man gesagt: Weder Mensch, noch Tier, sondern Panzergrenadier.

Die ankündigende EP fand mein Wohlwollen, wobei es hier auch schon nicht so einfach war, die Musik über „hart, elektronisch und schnell“ hinaus genau zu definieren. Bei „Oil, Steel & Rhythm“ wird es noch komplizierter. Wenn man das Grundkonzept und den Sound von FADERHEAD oder COMBICHRIST mag, liegt man schon nicht schlecht, allerdings geht Sebastian R. Komor einen leicht anderen Weg, da hier mehr die typischen alten EBM Elemente wie Metallklänge zum Einsatz kommen, die früher gerne unter anderem von FRONTLINE ASSEMBLY eingesetzt wurden. Stellenweise erkennt man starke Parallelen (z.B. bei „The Factory Incident“), nur dass es heutzutage mit den neuartigen Industrial-Elementen mehr knallt, sozusagen EBM Version 2. Warum daneben aber etwas stumpfsinnige Songs im NOISUF-X Format angeboten werden („Shrapnel“, „BoomTscheehKah“, „Triggerfinger“) ist mir ein Rätsel, so als könnte Komor sich nicht auf eine Richtung festlegen. Zumindest versucht er, bei solchen Songs das Möglichste aus dem Thema Techno bzw. Acid rauszuholen, wenngleich ein gewisses Nervpotential per se vorhanden ist und diese Tracks gegenüber den intelligenteren übrigen Tunes doch recht simpel wirken. Allein wenn ich Songs wie „Atrapado“ (mit Gesang) oder „Rhythym Machine“ höre, die sehr intelligent aufgebaut sind und eine neue Epoche einläuten könnten, betrüben mich die restlichen Füller mit einer gewissen Traurigkeit. Auch „Hasta Luego“ und „Predator feat. Sascha (KMFDM)“ fallen angenehm aus der Reihe, bei denen mal mit netten Samples oder Crossover-Elementen experimentiert wird, bevor meistens wieder gradlinige „Rumpel-Songs“ die Herrschaft übernehmen. Erst ab Track 11 wird es dann für mich wieder interessant, hier bieten „Does not Fuck around“, „State of Destruction“ (mein Favorit; der holzt, dass es kracht), „Das Oontz“, „Mambo Nr. 808“ und „Blues ’n Tubes“ einiges an Innovation und Abwechslung geboten. Besonders letzterer sucht mit seinen Blues-Samples seine Nähe zur Genialität.

Für mich also eine CD mit zwei Seiten. Es ist bestimmt nicht einfach, den richtigen Geschmack der Käuferschaft zu treffen, aber mit einer gewissen Aufopferungsbereitschaft kann man ein paar Songs kennen lernen, die einem das Kleinhirn wegfetzen und frisches Blut in die Szene pumpen können. Wie hoch dafür aber die Akzeptanz ist, bleibt abzuwarten.

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