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LA MAMOYNIA - s/t

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Artist LA MAMOYNIA
Title s/t
Homepage LA MAMOYNIA
Label DIE KRAFT DURCH DIE FORM
Veröffentlichung 08.09.2006
Leserbewertung
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6.0/10 (1 Bewertungen)

Electro Dark Wave aus Brescia liegt so manchem schwer im Magen, jedenfalls wurde vorliegende CD in diversen Besprechungen sehr kontrovers aufgenommen. Durchaus verständlich, denn der „Gesang“ ist wirklich nicht jedermanns Sache, um es mal vorwegzunehmen. Doch kurz zur Historie: 1999 in Pontevico gegründet, bestand das Line Up zunächst aus 3 Bassisten und einem Drummer. Später kam dann der Grieche Dimitris Triantafyllou hinzu, welcher den Sound maßgeblich beeinflusste. 2000 und 2001 folgten 2 EPs, die immerhin zu dem einen oder anderen Clubeinsatz führten. Nun also das selbstbetitelte Full Length Debüt auf dem seltsamen Label „Die Kraft durch die Form“, seltsam ist sowieso ein passender Begriff.

Musikalisch ist dabei noch alles in einigermaßen geordneten Bahnen, Psycho Industrial nennen es die Protagonisten, ich für meinen Teil halte es für eine Mischung aus Cold Wave, Minimal Elektro und punkigen Einflüssen. So groovt der Opener „Decadence“ nicht unflott aus dem Äther, bevor dann Herr T. mit den Vocals einsetzt – Gewöhnungsbedürftig ist noch die harmloseste Umschreibung, denn er jault auf ganz eigentümliche Weise und zumeist etwas an den richtigen Tönen vorbei. Wobei das nach einer gewissen Zeit durchaus Sinn macht und man beginnt, dieses atonale Element in sich aufzunehmen. Allerdings gibt es auch immer wieder Momente, wo man unwillkürlich zu zucken anfängt und ich mich frage, ob meine Katze letztens unbeaufsichtigt im Tonstudio war. Dagegen entwickelt die Musik ein interessantes und psychedelisches Eigenleben. Mal mit NDW-Fragmenten gesegnet („Walk in the Silence“), mal experimentell mit Violine (das bereits von der EP „bekannte“ „Ola Gri“). Das hört sich manchmal an wie ein Jam von DAF mit einer Krautrockband, wo ganz hinten THE CURE um die Ecken schauen, verdammt schwer in Worte zu fassen und mit heutigen Hochglanzprodukten kaum vergleichbar. Als besonderes Bonbon ist mit „Ricky’s Song“ auch noch ein FAD GADGET Cover enthalten, das sich nahtlos ins eigene Soundbild einfügt.

Retrofetischisten und Liebhaber surrealer Erfahrungen sollten diese Scheibe unbedingt mal antesten, und sich vor allem selbst ein Bild von der unpolierten Stimme machen. Einzig aber artig und vielleicht bald wieder live auf deutschen Bühnen. Übrigens würden mich die Veröffentlichungen der Labelmates mit Namen wie ØMÄL oder TRÄGE ZELLEN auch sehr interessieren…

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Yo la Tengo 's/t' Tracklist
1. Pass The Hatchet, I Think I'm Goodkind
2. Beanbag Chair
3. I Feel Like Going Home
4. Mr. Tough
5. Black Flowers
6. The Race Is On Again
7. The Room Got Heavy
8. Sometimes I Don't Get You
9. Daphnia
10. I Should Have Known Better
11. Watch Out For Me Ronnie
12. The Weakest Part
13. Song For Mahila
14. Point And Shoot
15. The Story Of Yo La Tango
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