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LADY MORPHIA - Essence and Infinity

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Artist LADY MORPHIA
Title Essence and Infinity
Homepage LADY MORPHIA
Label SURGERY/ TESCO
Veröffentlichung 30.03.2007
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Nach einer veröffentlichungstechnischen Ruhepause von immerhin 6 Jahren meldet sich nun LADY MORPHIA weniger lautstark denn akzentuiert zurück. Rückgrat des seit 1996 existierenden Projektes sind die Brüder Chris und Nick Nedzynski, die in England ansässig sind und folglich vorliegende Scheibe dort auch zwischen 2003 und 2005 aufgenommen haben. Ihr Name fußt auf einer Gedichtszeile von Robert Graves, auch sonst hat man sich eher schöngeistigen Dingen angenommen, „Music for the spiritual revolution“ ist ihr gelebtes Credo. Kein panisches Klammern an vergangene, ach so schöne Zeiten, vielmehr ein Hort der Ruhe und Rückbesinnung, ohne die Moderne vollends zu verdammen.

Musikalisch wird dies umgesetzt in einer Mischung aus Neofolk, Neoklassik und ansatzweise rockigen Passagen, wobei vielerorts auf deutsch intoniert wird. Abgesehen von den Gastgesängen einer Dame namens Emily Woodall übrigens ausschließlich männlich. So fällt „Ancestral Memories“ am ehesten in die Schublade puristischer Neofolk, während das nachfolgende „Fallen Empires“ als Folk Rock mit Streicherklängen bezeichnet werden kann. „Sterbende Landschaft“ hingegen deckt das dritte Genre Neoklassik ab, inklusive des deutschen Gesangs. Immer wieder werden längere gesampelte Sprachpassagen eingespielt, die dem Ganzen eine eigentümliche Aura verleihen, wie z..B. beim ansonsten recht basslastigen „Sturmjahre“. „A Faustian Love“ als reines Pianostück läutet dann schon wieder das Ende ein, welches „Tides“ angemessen begeht.

Romantisch, pathetisch, in sich ruhend… aber auch kraftvoll, so kann die Musik auf „Essence and Trinity“ beschrieben werden, die sich wohltuend von man anderem engstirnigen Projekt dieser Gattung abhebt. Eine übertriebene Deutschtümelei („Heimseite“, „Weltnetz“) sowie die Verwendung von roter Schrift auf grünem Grund im ansonsten gelungenen Booklet sei LADY MORPHIA verziehen, die auf ihrer MySpace Seite insbesondere die Beteiligung am neuen VON THRONSTAHL Werk „Sacrificare“ in höchsten Tönen loben. Jedem das Seine. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn wir nicht wieder 6 Jahre auf neues Material warten müssten. Gediegenes aus Great Britain weit abseits plüschiger Landhausromanzen.

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Lady Sovereign 'Essence and Infinity' Tracklist
1. 9 to 5
2. Gatheration
3. Random
4. Public Warning
5. Love Me Or Hate Me
6. My England
7. Tango
8. A Little Bit Of Shhh
9. Hoodie
10. Those Were The Days
11. Blah Blah
12. Fiddle With The Volume
13. Love Me Or Hate Me
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