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LAMBCHOP - Mr. M

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Lambchop-Mr-M.jpg
Artist LAMBCHOP
Title Mr. M
Homepage LAMBCHOP
Label CITY SLANG
Veröffentlichung 20.02.2012
Leserbewertung
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7.7/10 (6 Bewertungen)

“Lammkotelett” ist ja nun eigentlich kein so schöner Name für eine Band, aber irgendeinen Grund wird Mastermind Kurt Wagner schon gehabt haben, sein Baby, das ursprünglich 1986 als POSTERCHILD gegründet wurde, bei der Neufirmierung Anfang der Neunziger LAMBCHOP zu nennen. Inzwischen ist das Alternative-Country-Kollektiv, das bis zu 18 Musiker umfasst, beim ebenso vielten Album angekommen, das eigentlich „Mr. Met“ heißen sollte – so wie das Maskottchen der New York Mets. Das fanden die Anwälte der amerikanischen Baseball Major League aber nicht witzig und deshalb haben wir jetzt das Vergnügen mit „Mr. M“.

Selbiges startet mit dem Opener „If Not I’ll Just Die“ und einem Himmel voller Geigen. Dazu gesellt sich schon bald ein Piano und die unaufgeregte Stimme Wagners, um den Reigen mit – nennen wir es mal – kammermusikartigem, leicht angejazztem Lounge-Soul zu beginnen. „B2B“ geht in die gleiche Richtung, ehe „Gone Tomorrow“ deutlicher zum Country tendiert. Die Musik gewinnt an Rhythmus und Nashville-Einflüssen, die jedoch beim folgenden „Mr. Met“ (so ganz hat Kurti auf das Maskottchen des von ihm sehr geschätzten Vereines wohl nicht verzichten mögen) sogleich wieder in der Mottenkiste verschwinden. Auch hier sind es eher dezente Barsounds, die den Song bestimmen – ein Umstand, der sich beim instrumentalen „Gar“ in Form perlender Pianoakkorde widerspiegelt. „Nice Without Mercy“ kommt derweil in gediegener Reduktion auf das Wesentliche daher, bevor „Buttons“ erneut den Geigen den Vortritt lässt und „The Good Life (Is Wasted)“ mitsamt mehr Tempo das Herzt eines jeden Alternative-Country-Fans höher schlagen lässt. Doch schon „Kind of“ beschränkt sich erneut auf dezente Sounds, um bei „Betty’s Ouverture“ auch noch den Gesang zu streichen. Beim finalen „Never My Love“ nimmt Wagner übrigens zum ersten Mal auf einer LAMBCHOP-Platte überhaupt das Wort „Love“ in den Mund.

Weitere Facts: Die Platte wurde mit Mark Nevers in Nashville eingespielt. Zur Kernband Matt Swanson (bass), Tony Crow (piano), William Tyler (guitar), Ryan Norris (guitar, organ) und Scott Martin (drums, percussion) stießen Streicher aus London und Austin, TX. Das Artwork besteht aus einem Teil einer Gemäldeserie von Kurt Wagner namens „Beautillion Militaire 2000“, die Wagner kürzlich in einer Ausstellung in Nashville vorstellte. Außerdem ist „Mr. M“ dem Andenken an den Musiker und langjährigen Freund VIC CHESNUTT gewidmet, der am 25.12.2009 den Freitod wählte. Dieser Umstand ist möglicherweise auch ausschlaggebend für die sehr getragene musikalische Ausrichtung der Langrille. Auf jeden Fall war es der Grund, warum Kurt überhaupt wieder zu malen begonnen hatte, denn nur so konnte er die Blockade überwinden, die der Selbstmord seines Freundes verursacht hatte.

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Lambchop 'Mr. M' Tracklist
1. If not I'll just die - Lambchop / London String Ensemble
2. 2B2 Button MP3 bestellen
3. Gone tomorrow - Lambchop / London String Ensemble
4. Mr. Met - Lambchop / Tosca String Quartet
5. Gar Button MP3 bestellen
6. Nice without mercy Button MP3 bestellen
7. Buttons - Lambchop / London String Ensemble
8. The good life (is wasted) Button MP3 bestellen
9. Kind of - Lambchop / Tosca String Quartet
10. Betty's overture Button MP3 bestellen
11. Never my love - Lambchop / London String Ensemble
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