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LAST DAYS OF APRIL - Might as well live

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Artist LAST DAYS OF APRIL
Title Might as well live
Homepage LAST DAYS OF APRIL
Label BAD TASTE RECORDS
Veröffentlichung 16.03.2007
Leserbewertung
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Also manchmal muss man sich schon schämen, da kommt eine schwedische Band zu Gast, welche andernorts innerhalb weniger Minuten für ausverkaufte Clubs sorgt und bei uns müssen sie vor gerade mal knapp 20 Leuten spielen. Frechheit eigentlich – denn die Musik von LAST DAYS OF APRIL tut nun wirklich keinem weh. Früher mal in der Emocore-Schublade steckend, sind sie derlei stinkenden Socken mit ihrem 2004er Longplayer „If you lose it“ entkommen. Mit „Might as well live“ ist man nun beim melancholischen Indiepop, seit neuestem auch Swedish-Pop genannt, angekommen.

Im fröhlichen Achteltakt grooven Bass und Gitarre stets mit der gewohnten Eingängigkeit der frühen NADA SURF, SADDLE CREEK-Veteranen und auch von ein paar alten Britpoppern. So ist „Great White’s Jaws“ ein melodischer Vor-Freude-in-die-Luft-Springer mit rockigem Überraschungsfaktor. Der sanftmütige DEATH CAB FOR CUTIEeske Kuschler „Come on over“ aber zehrt zu betont sentimental am Tempo. Den fehlenden Antrieb ersetzt der Powerpophook von „Who’s on the Phone“, der nicht nur im Ohr klingelt, sondern auch die Extremitäten in Bewegung setzt. Dass die Band, mit wenigen Akustikballadenausnahmen, dieses Level hält, mag homogen sein – aber auch Homogenität langweilt. In Schweden hat aber noch jeder das gefunden, was ihm gefällt, warum soll das bei LAST DAYS OF APRIL anders sein. Mit seinem jungenhaften Gesang und dem sympathischen Textwerk bietet Larsson nämlich genug Gründe, ihn einfach mal zu umarmen, ermunternd auf die Schulter zu klopfen oder ihm ganz einfach was vom Bier abzugeben.

Bei all der Melancholie, den melodischen Chords, den knarzenden, indiesken Riffs verwundert es, dass bei manchen Tracks zwischendurch das Gaspedal mal auf Anschlag getreten wird. Verantwortlich dafür ist wohl Peer Gunnerfeldt, der schon THE HIVES heiß gemacht hat. „Might as well live“ ist ein Album fürs Lagerfeuer und das anschließende Campen, fürs sommerliche Entspannen und so mancher Track wird einem dieses Jahr sicherlich desöfteren im Stadtpark entgegenhallen. Auch wenn man sich wünscht, dass dieser simpel gestrickte Indiepop nicht so gut im Ohr haften bliebe – das freudige Grinsen bekommt man einfach nicht aus dem Gesicht. Um’s mit Larssons Worten zu beenden – „I wish you would mean a lot less to me“.

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Last Days of April 'Might as well live' Tracklist
1. Lost and found
2. Great white's jaws
3. Who's on the phone?
4. Hanging high
5. Get out while you can
6. I wish that you would mean a lot less to me
7. Two ply glass
8. Come on over
9. Melbourne
10. You don't believe me
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