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LAVAVEIN - Ashes

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Lavavein-Ashes.jpg
Artist LAVAVEIN
Title Ashes
Homepage LAVAVEIN
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.7/10 (18 Bewertungen)

Wenn der Gitarrist Felix Kleinerüschkamp heißt, kann das eigentlich nur bedeuten, dass die Band irgendwo zwischen Bielefeld und Münster ansässig ist oder der Herr Musiker zumindest in dieser Gegend seine Wurzeln hat. LAVAVEIN kommen tatsächlich aus dem Dreieck Bielefeld – Gütersloh – Münster und schicken sich seit drei Jahren an, Ostwestfalen zu rocken. Kaum ein Jahr nachdem man sich mit dem Gedanken trug, eine Band zu gründen, da war auch schon die erste selbst produzierte 6-Song-EP fertig, ein Jahr später waren die Jungs Support für die großen DEBRIS INC. und nun wird der erste Longplayer „Ashes“ präsentiert. Ordentliches Tempo, das der Vierer da vorlegt und auch ihr „Hot Liquid Rock“ hat es in sich.

Herausragend ist auf jeden Fall die Stimme von Björn Brei, die sich irgendwo zwischen Jello Biafra (DEAD KENNEDYS) und Ian Astbury (THE CULT) bewegt. Schon „Introspective“ zeigt das Potenzial dieses Organs. Noch ein wenig zurückhaltend agiert Björn und lässt erst einmal seinen Kollegen an den Instrumenten den Vorrang. Die nutzen ihre Chance vortrefflich und so gelingt ein energiegeladener Einstand. „The Game“ begibt sich stärker in Richtung Stoner-Rock, gewürzt mit überraschenden Gitarrenpassagen. Herr Kleinerüschkamp macht seine Sache an den sechs Saiten wirklich gut, der Mann für die tiefen Sequenzen ist neuerdings Gunnar Huep, auf der CD macht das jedoch noch Holger Vester. Ein besonderer Leckerbissen ist „Violator“. Ein perfekter und unverbrauchter Rocksong, wie er sein sollte. „Rock & Roll“ erklärt sich von selbst, sehr überzeugend das Zusammenspiel der Bandmitglieder. Drummer Carsten Lissek gibt dem Rhythmus vor und Björn scheint stimmlich mit jedem Lied zu wachsen. Ebenfalls eines meiner Highlights: „Bella Donna“ – geprägt von markanten Gitarrenriffs kriecht der Song in die Gehörgänge und setzt sich im Kopf fest. Ähnliche Riffs am Anfang, doch dann geht es mit „Billy“ deutlich flotter weiter. Ein sehr abwechslungsreiches Stück. Bass und Drums haben bei „555“ ihre große Stunde. Auch sonst braucht sich der Track nicht zu verstecken, hier stimmt wirklich alles. Gleiches gilt für „Breakin’ The Sunrise“, ebenfalls einer der herausragenden Songs der „Ashes“. Das Stück scheint LAVAVEIN besonders am Herzen zu liegen, war er doch auch schon auf der EP vertreten. Zum Schluss wird es fast psychedelisch, wenn Björn fragt: „Easy?“ Großartig druckvoll gespielt und klasse gesungen!

Durch die Bank gelungene Songs voller Kraft und Energie. So müssen Gitarren klingen! Kein Rumgeklimper, sondern fette Riffs, die aber nie im bloßen Geschrammel versinken. Ein weiterer Höhepunkt sind Björns charismatischen Vocals, die sich beileibe nicht hinter denen bekannterer Sänger verstecken müssen. LAVAVEIN gehören eindeutig nicht in die Regionalliga, bei so viel Spielfreude und Engagement sollte doch mal ein Plattenlabel hellhörig werden, oder?

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