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LE TROUBLE - Making Matters Worse

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Le Trouble
Artist LE TROUBLE
Title Making Matters Worse
Homepage LE TROUBLE
Label DOCK 7
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Wenn ich richtig mitgezählt haben, ist LE TROUBLE in diesem Jahr nach FOREIGN DIPLOMATS und THE FRANKLIN ELECTRIC die dritte Band aus Montreal, mit der ich in Berührung komme. 2013 wurde die fünfköpfige Indie-Rock-Kapelle gegründet, nachdem sich Maxime Veilleux (Gitarre & Songwriting) und der Australier Michael Mooney (Gesang) über das Schreiben von Jingles für Erdbeer- und Schokoladen-Duschgel in einer Werbeagentur kennengelernt hatten. Fehlten nur noch Bao-Khanh Nguyen (Gitarre), Garrett Doughtery (Bass) und Jesse Gnaedinger (Drums), um die Truppe zu komplettieren und das Debüt „Making Matters Worse“ entstehen zu lassen.

Ganz so einfach war’s natürlich nicht, aber was LE TROUBLE da auf einem Silberling vereinen, kann sich definitiv hören lassen. Einen ersten Eindruck vermittelten vorab bereits die beiden Singles „How Was I To Know“ und „Easy Enough“, mit denen die Kandier zudem die enorme Bandbreite ihrer Musik deutlich machen. Ist die erstgenannte Nummer ein temperamentvoller Dancefloor-Filler, kommt die zweite Auskopplung als leicht unterkühlte Eighties-orientierte Synthie-Pop-Nummer mit zartem Schmelz daher. Insbesondere das treibende „White Knuckles“  und das dezent schwermütige „Vampires“ lassen mich derweil an den aktuellen MANDO-DIAO-Sound denken, was nicht zuletzt an den stimmlichen Ähnlichkeiten der beiden Sänger liegt. „Fatal Flaw“ übernimmt unterdessen mit viel Schwung und Pop-Appeal. In diesem Sinne und mit einer Extra-Portion Indie-Rock-Verve geht der Staffelstab an das ruhelose „Call You Out“, um bei „Sad Blondes“ mitsamt Falsett-Gesang einen Hauch entspannter daherzukommen, ehe „Ghost Surfer USA“ erneut auf die Tanzfläche bittet und „Anywhere But Here“ mit einer besonderen Stimmung überzeugt. Beschwingte Schrammelklänge zeichnen „Fistful of Glitter“ aus, bevor mit „What Do You Want From Me“ das ebenso gefühlvolle wie forsche Finale gefeiert wird.

Klar, irgendwie gibt es auch in Sachen Indie-Rock nichts wirklich Neues mehr zu erfinden. Dennoch ist es LE TROUBLE gelungen, mit „Making Matters Worse“ einen Erstling aus dem Hut zu zaubern, der bemerkenswert frisch und abwechslungsreich klingt. Der Sound geht gut gelaunt ins Ohr und man hört in jedem Ton die Spielfreude der fünf Musiker, was schlichtweg ansteckend ist.

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