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LIQUID DIVINE - Interface

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Liquid-Divine-Interface.jpg
Artist LIQUID DIVINE
Title Interface
Homepage LIQUID DIVINE
Label INFACTED RECORDINGS
Veröffentlichung 21.03.2006
Leserbewertung
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7.6/10 (19 Bewertungen)

Aus dem Hause Infacted Recordings kam im April 2005 ein neues elektronisch höchst anspruchvolles und interessantes Album namens „Interface“ auf den dunklen Szenemarkt. Produziert und geschrieben wurden die 12 Tracks von dem Elektroprojekt LIQUID DIVINE. Eine durchgängig sphärische und düstere Stimmung zieht sich durch die 12 Tracks, welche ihren ersten Eindruck im Intro „Prognosis“ hinterlassen. Die gesamte Musik der Deutschen klingt wie eine düstere und drückende Vorahnung auf schlimme und finstere zukünftige Ereignisse. Eine ähnlich intensive und durchdringende Stimmung habe ich bisher nur bei PANZER AG, KARJALAN SISSIT und älteren Aufnahmen von DISMANTLED gefühlt. Stilistisch gesehen lässt sich LIQUID DIVINE aber am treffendsten mit FRONTLINE ASSEMBLY und frühen Werken des gebürtigen Bielefelders Daniel Myer von unter anderem HAUJOBB vergleichen. In punkto düsterer drückender Vorahnung liegt der Vergleich mit den verzweifelt finsteren Werken Gustaf Malers auf der Zunge, obwohl sich das musikalisch schwer fassen und vergleichen lässt, drücken LIQUID DIVINE eine ähnliche Grundstimmung aus, wie man sie in vielen Malerwerken vorfindet.

Zusätzlich zu den 10 Stücken, die durch das Intro „Prognosis“ und das Outro „Your Traces“ (welches das Intro-Motiv wieder aufnimmt) eingerahmt werden, befindet sich noch eine 11. Komposition bzw. ein 13. unbetitelter Hidden Track auf dem Album, gespickt mit echten Sprachsamples von Augenzeugenberichten des 11. Septembers in New York. Die Dichte und Intensität dieser verzweifelten und tief verängstigten Zeugnisse des globalen Terrors werden in diesem Track sinnbildlich für das gesamte Album auf die Spitze getrieben und so verdichtet, dass sich die düstere Vorahnung auf den realen Zustand der weltweiten Sicherheitslage projizieren lässt. Ob dies Absicht war oder nur einer von mehreren möglichen Deutungsansätzen, lässt sich wohl nur durch den Erschaffer von „Interface“ klären.

Wer intelligente, verdichtete und von düsteren Vorahnungen getriebene elektronische Klangkunst in hoher technischer und musikalisch-programmiererischer Qualität schätzt, wird mit LIQUID DIVINE sicher nichts falsch machen. Wer mehr auf „4 to the floor“ Beats und trancigen F-Pop abfährt, sollte aber ein prüfendes Auge auf die CD werfen, bevor er sich zum Kauf entschließt. Auf jeden Fall erhält der kundige Electrohead wieder einmal sehr hohe Qualität aus dem Hause Infacted!

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