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LONG DISTANCE CALLING - The Flood Inside

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Artist LONG DISTANCE CALLING
Title The Flood Inside
Homepage LONG DISTANCE CALLING
Label SUPERBALL
Veröffentlichung 01.03.2013
Leserbewertung
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6.0/10 (25 Bewertungen)

Bei LONG DISTANCE CALLING hat ein neues Instrument Einzug gehalten. Eines, das man auf den drei bisherigen Alben der Münsteraner Post Rocker nur gelegentlich zu hören bekam. Die Rede ist vom Gesang, der in der Vergangenheit Gast-Sängern vorbehalten war und jetzt mit dem neuen Bandmitglied Martin „Marsen“ Fischer fester Bestandteil des LONG-DISTANCE-CALLING-Kosmos geworden ist und zukünftig außerdem live die Tasten und Knöpfe übernimmt, für die bisher der Elektroniker Reimut van Bonn zuständig war.

Okay, die Hälfte der acht Songs auf „The Flood Inside“ ist weiterhin rein instrumental, aber die Veränderung im Sound offenkundig und ein echter Gewinn. Startet der Fünfer mit „Nucleus“ noch gewohnt komplex und eben instrumental, so erwartet den geneigten Hörer mit dem sich anschließenden Titeltrack „Inside The Flood“ ungewöhnlich eingängiger Post Rock, der sich schleichend im Hirn festbeißt und an das hypnotische „Ductus“ weitergibt. Der Vocal-Einsatz beschränkt sich hier auf einige Satz-Fragmente am Anfang, ansonsten gehört der wesentliche Teil der Aufmerksamkeit den Langäxten, die mit bekannter Dynamik die Köpfe zum Nicken bringen, während das Schlagwerk für den exakten Rhythmus sorgt. „Tell The End“ bringt erneut die Stimme des neuen Sängers in Position und bedient sich dabei einmal mehr einer grandiosen Instrumentalfraktion. Das Zusammenspiel zwischen David Jordan (Gitarre), Florian Füntmann (Gitarre), Jan Hoffmann (Bass), Janosch Rathmer (Drums) und dem neuen Kollegen Fischer ist über jeden Zweifel erhaben und ohne Übertreibung als kongenial zu bezeichnen, was sich insbesondere im fetten Chorus der Nummer widerspiegelt. Ganz konnten LONG DISTANCE CALLING von den Überraschungsgästen offenkundig nicht lassen, denn für das eindringliche „Welcome Change“ konnten erneut Leih-Vocalisten gewonnen werden – und zwar niemand geringerer als der ANATHEMA-Kopf Vincent Cavanagh sowie der norwegische Singer-/Songwriter PETTER CARLSEN. Derweil geht „Waves“ andere Wege und beginnt mit einem langen Intro, das in einen gedankenverlorenen Hauptpart übergeht, ehe mit „The Man Within“ erneut harte Klänge mitsamt Gesang auf dem Programm stehen. Bekannt für ihre Lieder mit „Überlänge“ heben sich die Westfalen ihre mit 8:13 min längste Nummer „Breaker“ für das fulminante Finale auf, bei dem LONG DISTANCE CALLING nochmals die Gesamtheit ihrer krachenden Kernkompetenzen ausspielen.

„The Flood Inside“ punktet mit grandiosem Post Rock und einer Vielseitigkeit, für die unter anderem auch der neue Mann am Mikro verantwortlich ist. Die Angst, dass der LDC-Sound mit dieser Neuerung beliebig werden könnte, stellt sich dabei schnellstens als unbegründet heraus. Stattdessen darf man sich mit der vierten Langrille über die wohl spannendste und ausdrucksstärkste LONG-DISTANCE-CALLING-Platte freuen.

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Long Distance Calling 'The Flood Inside' Tracklist
1. Nucleus Button MP3 bestellen
2. Inside The Flood Button MP3 bestellen
3. Ductus Button MP3 bestellen
4. Tell The End Button MP3 bestellen
5. Welcome Change Button MP3 bestellen
6. Waves Button MP3 bestellen
7. The Man Within Button MP3 bestellen
8. Breaker Button MP3 bestellen
9. Black Hole
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