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LOOM LIGHT - Ein Märchen das es nicht mehr gibt!

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Artist LOOM LIGHT
Title Ein Märchen das es nicht mehr gibt!
Homepage LOOM LIGHT
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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5.3/10 (3 Bewertungen)

LOOM LIGHT stammen aus Österreich und wurden im tiefsten Winter 2000 von Dark Romeo (Konzept und Vocals), Node B (Synth) und Brain Slade (Gitarre) in Wien gegründet. Seit dem Winter 2004 komplettiert Marie Luise gesanglich die Band. Der Winter scheint eine große Rolle für das Quartett zu spielen, denn auch „Ein Märchen das es nicht mehr gibt!“ thematisiert im weitesten Sinne die dunkle und kalte Jahreszeit. Auch das reich bebilderte und sämtlicher Songtexte umfassende Booklet präsentiert einen verschneiten einsamen Winterwald. Dies alles stammt zumindest teilweise vom Mastermind Dark Romeo, der sich allerdings mal abgesehen von ein paar ganz netten Fotos nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat.

Ich bin jedenfalls versucht, die CD ebenfalls an einem einsamen Ort verschwinden zu lassen und denke dabei an die städtische Müllkippe. Denn auf dem Silberling befindet sich nichts anderes als musikalischer Müll. Wenn das Ganze instrumental wäre, könnte man es noch nichtssagend bis langweilig nennen, aber mit dem nervigen, gequält näselnden „Gesang“ von Marie Luise stellt sich mir die Frage, ob ich bei meinem Job hier eigentlich Anspruch auf Schmerzensgeld habe. Wenn Dark Romeo seine Sangeskünste beisteuert, macht das die Sache nicht wirklich besser. „Spieglein“ beispielsweise ist der Versuch einer Vertonung des Spiegelspruchs aus „Schneewittchen“, der mich zweifeln lässt, ob ich jetzt lachen oder weinen soll. Eine geschlagene Stunde lang malträtieren die Ösis mit pathetischem Herz-Schmerz-Mystery-Schrott, der auch noch auf unsägliche deutschsprachige (teilweise mit Wiener Schmäh vorgetragene) Texte beinhaltet. Bei „Romeo & Susanne“ klingt dies ein bisschen, als sei FALCO wieder unter uns und befände sich mit NINA HAGEN auf einem ganz üblen Drogen-Trip.

Ich habe keine Ahnung, welche egofördernden Drogen der Vierer eingenommen hat, um auf die Idee zu kommen, dass irgendjemand dieses Machwerk brauchen könnte. Wenn ich mir die Scheibe noch mal anhören soll, benötige ich auf jeden Fall ganz viel Alkohol oder eben Schmerzensgeld. Vielleicht ist die CD aber auch das Ergebnis einer gemeinsamen Psycho-Therapie. Dann haben die Protagonisten allerdings noch ne Menge Sitzungen vor sich.

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