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LOOM - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Loom
Artist LOOM
Title s/t
Homepage LOOM
Label SILENT CULT
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

LOOM aus England spielen herrlich asozialen Garagen-Noise-Rock mit viel Feedback, wütendem Geschrei und jeder Menge Hass. Nachdem die Band seit 2012 diverse Singles und EPs – bevorzugt übrigens auf Kassette, oft mit vielen Coversongs – herausgebracht hat, ist bereits am 19.05.2017 das Debütalbum auf erschienen.

„Loom“ versammelt zehn Tracks, die zwischen noisigem Garagenrock, Hardcore-Punk und Grunge pendeln. Sänger Tarik Badwan, dessen Gesangsstil bisweilen an eine Mischung aus GG ALLIN und DANZIG erinnert, schreit sich darüber die Seele aus dem Leib: seine Texte sind meist nur wenige Zeilen lang, sie werden dem Hörer immer und immer wieder gallig um die Ohren gespuckt. Dabei fehlt es den Songs durchaus nicht an Eingängigkeit, wenngleich man auf ein gerüttelt Maß an Aggressivität stehen sollte, wie bereits die eröffnende Singleauskopplung „Lice“ mitsamt verstörendem Video beweist. Wie das nachfolgende, energiegeladene „Hate“ erinnert die diese Nummer ebenso wie das schrammelige „Bleed On Me“ an eine Kreuzung aus 70er-STOOGES-Punk und 90er-Grunge, während das rasante „Barbed Wire“ dem klassischen US-Hardcore-Punk frönt und die MELVINS für das scheppernde „Seasick“ Pate gestanden haben könnten. Aber auch MISFITS-Fans werden bei LOOM fündig, denn beim treibenden „Nailbender“ klingt durchaus auch ein wenig metallischer Horror-Goth-Punk durch.

Langweile kommt beim selbstbetitelten Erstling der Wahl-Londoner definitiv nicht auf, mir gefallen die Herren Badwan, Fitzgerald (Gitarre) und Marsh (Gitarre) im Übrigen am Besten, wenn sie so straight wie bei „Get A Taste“ und „Salt“ unterwegs sind.

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