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LOVEX - Divine Insanity

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Lovex-Divine-Insanity.jpg
Artist LOVEX
Title Divine Insanity
Homepage LOVEX
Label GUN RECORDS/ SONYBMG
Veröffentlichung 16.02.2007
Leserbewertung
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7.3/10 (4 Bewertungen)

„Macht mal Platz“ zischt Theon, blonder Fronter von LOVEX durch den BILLY IDOL-mäßig hochgezogenen Mundwinkel und VILE VALLO und JONNE AARON rücken artig ein Stück zur Seite. Das Finnensextett ist angetreten, sich in Sachen Love-Metal-Glam-Rock sein Stück vom Kuchen abzuschneiden und so wie es ausschaut, fällt dieses nicht zu klein aus. Abseits stumpfer Manierismen konnte ihre Single „Guardian Angel“ mit seiner frischen Brise Glam auch hierzulande gleich die Charts entern. Die Heimat hat man eh fest im Griff, nicht nur dass sie im Rennen liegen, Finnland beim Eurovisions-Songcontest zu vertreten, auch ihr nun auch bei uns erscheinendes Album „Divine Insanity“ erlangte bei den Landsleuten schon Platin-Status.

Die Ohrwurmsingle „Guardian Angel“ ist darauf auf Position 2 angesiedelt, zuvor geht es mit „Bullet for the pain“ jedoch nicht weniger energiegeladen los. Theons Stimme schallt hier ordentlich dreckig aus den Boxen, wie man es bei den restlichen 10 Titeln leider nicht noch einmal hört. Mehr als die Hälfte der Stücke sind Balladen oder hymnische Midtempo-Nummern (als gelungen sei hier „Wounds“ erwähnt), was mich erstaunt, ich hatte nach diesem fulminanten Opening mehr Bretter erwartet. Hier liegt dann auch mein persönliches Manko: Theons von scheinbar unstillbarer Sehnsucht geprägtes Dauergeschmachte mag der Zielgruppe gefallen – zu der ich dann aber eben nicht (mehr) gehöre. Umso mehr kann mich die Instrumentalfraktion überzeugen: 5 Spießgesellen, die aussehen wie im Grufti-Versandhandel bestellt, besonders Sammy Black und Vivian Sin’amor (offensichtlich besteht hier ein verwandtschaftliches oder spirituelles Verhältnis zu Lord Vivian Pleasure (THE PLEASURES) und Sid von Sin (THE PUSSYBATS)), die mit ihren flächendeckend eingestreuten Gitarrensoli so manches Stück aus dem Mittelmaß hieven. An allen Ecken und Enden wird man nette Hooks und Mitschmacht-Passagen finden, ein bisschen mehr Abwechslung und Experimentierfreude beim Songwriting hätte dem Album aber sicher gut getan.

Der Gesamteindruck bleibt so doch sehr chartorientiert, sicher wohl kalkuliert, denn für das junge Publikum liegt der „Limited Edition“ im Digi-Pak gleich ein Megaplakat der neuen Idole fürs heimische Schlafgemach bei, ebenso steht mittlerweile eine eigene deutschsprachige HP bereit. Für die Bravo-Klientel definitiv der nächste heiße Scheiß, während mein persönliches Fazit eher so ausfällt: More nuts, please!

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Lovex 'Divine Insanity' Tracklist
1. Bullet For The Pain Button MP3 bestellen
2. Guardian Angel Button MP3 bestellen
3. Oh How The Mighty Fall Button MP3 bestellen
4. Remorse Button MP3 bestellen
5. Bleeding Button MP3 bestellen
6. Anyone, Anymore Button MP3 bestellen
7. Wounds Button MP3 bestellen
8. Die A Little More Button MP3 bestellen
9. Yours Button MP3 bestellen
10. Shout Button MP3 bestellen
11. Halfway Button MP3 bestellen
12. Divine Insanity
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