Terrorverlag > Blog > LUFTWAFFE > Event Nihility

Band Filter

LUFTWAFFE - Event Nihility

VN:F [1.9.22_1171]
Luftwaffe-Event-Nihility.jpg
Artist LUFTWAFFE
Title Event Nihility
Homepage LUFTWAFFE
Label PUNCH RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.8/10 (6 Bewertungen)

Nach einigen Verzögerungen im Presswerk liegt sie nun endlich vor mir: Die neue LUFTWAFFE-CD. Dem Namen nach zu urteilen könnte man jetzt schnell „FEINDFLUG“ schreien, aber schon das Label Punch Records deutet auf eine ganz andere Richtung. Wer sich richtig gut im Neofolk Nebel auskennt, hat möglicherweise die beiden Vorgängerwerke „Trephanus Uhr“ (CD) und „Solipsistica Nihilisti“ (LP) bereits im Schrank stehen, ich gestehe, gänzlich unbedarft an die Sache heranzugehen. Hinter dem martialischen deutschen Begriff verbirgt sich im Kern ein amerikanisches Duo bestehend aus j1 StatiK und b9InViD (die Groß-/ Kleinschreibung ist sicher enorm wichtig…), welches ein ums andere Mal von bekannten Szene-Größen unterstützt wird. Auf der gut gemachten Homepage kann man neben Konzertfotos einige metaphysische Aufsätze zur Weltsicht der Flieger wieder finden, die beispielsweise vom Leben als Metatraum oder der „Solipsist“ischen Lebensordnung erzählen. Dies alles muss man aber nicht verstanden haben, um die in ein schönes Digipack gehüllte VÖ genießen zu können.

Nach einem Intro vor dröhnend drohenden Stukas entlädt sich die Spannung zunächst mal in einer fast fröhlichen Mischung aus Drill Musik und Mönchschorälen in einer merkwürdigen Sprache („Jahada“). Im weiteren Verlauf präsentiert man eine Art „Heroic Military Avantgarde Pop“ mit starken Neofolk und leichten Industrial Einflüssen, sehr schön auf den Punkt gebracht durch den Sprechgesang bei „Vindication of Hate II“, hier fand man Unterstützung durch einen Künstler namens GNOMONCLAST (?!). Wesentlich bekanntere Kollaborateure sind sicherlich Boyd Rice und der „umtriebige“ Douglas P., auch Tairy (AIT! und Punch Labelchef) steuerte sein Scherflein bei. Das ergibt alles in allem eine im Genrerahmen sehr abwechslungsreiche Platte mit verschiedenen Gesangsstilen und mal mehr, mal weniger Elektronik. Da gibt es einen stark an ältere BLUTHARSCH erinnernden Titel namens „Patriarch Militant“ (männliche & weibliche Vocals), puristischen Neofolk – „The Indictment of Birth“ – und mit „Crimson on the Green“ auch ein irisches Traditional. Die Stimmung variiert von „heroisch“ über „mystisch“ bis hin zu „dekadent“, ohne etwas völlig Neues zu bieten. Zusammen mit der neuen Scheibe eines CMI-Herren namens ROME aber mit das beste, was ich in diesem Jahr aus diesem Bereich gehört habe, ohne allerdings die Ideologie dahinter genau einordnen zu können. Diese Truppe hätte ich sehr gerne noch im Line Up des Punch Festivals 2007 in Leipzig gehabt!

If only the world had just one neck.
If only the sun would swell and turn black.
If only the skies would come crashing down.
Non time is advent. Et Nihil Est!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu LUFTWAFFE