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MACHINE HEAD - The Blackening

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Artist MACHINE HEAD
Title The Blackening
Homepage MACHINE HEAD
Label ROADRUNNER RECORDS
Veröffentlichung 03.04.2009
Leserbewertung
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8.4/10 (52 Bewertungen)

Einige große Fragen kamen nach dem Überkiller “Through the Ashes of Empire”, dem Mega-Erfolg und den beeindruckenden Live-Darbietungen bei mir auf. Wie würde die Band, welche vor dieser Scheibe kurz vor dem Split stand, dieses unerwartete Killer-Comeback verkraften? Wie würde sich Phil Demmels (Früher mit MH-Chef Robb Flynn bei VIO-LENCE) Einfluss auf das Songwriting auswirken und was würde uns im allgemeinen beim neuen Album erwarten? Die Fragezeichen wurden immer größer, als die Band selbst von dem technischsten Werk ihrer Geschichte und 10 minütigen Song-Explosionen sprach und dann vorab ein Cover-Artwork präsentierte, auf das so manche Black Metal-Band neidisch sein dürfte. Waren Robb Flynn und Co. nun dem Größenwahn verfallen?

Größenwahn ja, aber im absolut positiven Sinne! Denn was MACHINE HEAD auf „The Blackening“ abziehen, ist wirklich der pure Wahnsinn! Gleich mit dem 10Minüter „Clenching the Fist of Dissent“: Nach einem düsteren Intro knallt dieser Track klassisch HEAD nach vorne! Brachiale Riff-Gewitter, bratende Doublebass und Drums, die einem nix anderes übrig lassen als zu moshen und ein Robb Flynn, welcher brutal shoutet wie nie und dazu mit Phil noch einige gewohnt fette Soli raushaut. Doch wo ein an sich bekannt fetter MH-Track aufhört, fangen diese Jungs nach gut 5 Minuten erst richtig an! Denn nun nimmt die Band richtig Anlauf und lässt einige der furiosesten Soli der Bandgeschichte vom Stapel. Ein purer Wahnsinn, was Robb und Phil da abziehen, wenn sie sich über 1,5 Minuten mit wahnwitzigen Highspeed-Soli duellieren. Doch auch Drummer Dave McClain, der wohl unterbewerteste Drummer der letzten Jahre dürfte bei dieser Performance so ziemlich alle Kinnladen runterklappen lassen. Und wenn die Band dann plötzlich über „Fight, Fight“-Groupshouting in eine episch-düstere Passage übergeht, in der Robb auch wieder durch gefühlvollen cleanen Gesang überzeugt, um dann brachial thrashend ja fast Death Metal-like wieder zum Eingangs-Tune des Songs zurückzukehren um diesen dann typisch im Groove-Riffing ausklingen zu lassen, fragt man sich nur noch „Was zur Hölle geht hier ab??“

Nachdem man sich dann einige Stunden von diesem Frontal-Angriff erholt hat, kann man sich endlich den folgenden Songs widmen. Diese sind zwar erst mal nicht so lang, wie der Opener, blasen einem aber nicht weniger den Schädel von der Rübe. Alleine der brachiale „Fuck you all“-Einstieg von „Beautiful Mourning“ dürfte Tausenden von Fans der anstehenden Konzerte direkt ins Metal-Paradies feuern. Bei „Aesthetics of Hate“ kriegen dann alle Presse-Vertreter, die den Tod von PANTERAa Dimebag unangemessen kommentiert haben, ihr deftiges Fett ab (Grüße vom „Parental Advisory“-Sticker) und nebenbei ist dieser Song wohl einer der aggressivsten und emotionalsten Kompositionen der Bandgeschichte. Ebenso wie die folgenden „Now I lay thee down“ und „Slanderous“ verfügen diese Tracks über alle fast schon legendären MH-Trademarks, wie brachiales Riffing, abwechslungsreiches Drumming, gefühlvolle epische Parts und das alles gepaart mit den neuen Selbstbewusstsein bei den Lead-Gitarren, was wohl ohne Zweifel dem auf der gesamten Scheibe auftrumpfenden Phil Demmel zuzurechnen sein dürfte.

Zum Finale bieten die Oakland-Metaller noch mal drei überlange Metal-Walzen, die wieder mit massiven Riff-Wänden, fiesen Breaks und epische-düsteren Parts alles aufbieten, was MACHINE HEAD ausmacht und auch wieder durch furiose Gitarrenarbeit, einen urgewaltigen Sänger und einen fulminanten Drummer überzeugen. Dabei reicht z.B. „Wolves“ nicht ganz an die Genialität des Openers heran, während das vielseitige „Halo“ zu einem wirklichen Klassiker avancieren könnte und das abschließende „A Farewell to Arms“ ein göttlicher, wenn auch „melancholisch-düster-depri-liker“, Abschluss ganz in der Tradition der grandiosen „Deafening Silence“ und „Descend the Shades of Night“ ist.

Kein Club-Hit der Marke „Imperium“, „Bite the Bullet“ oder „Davidian“ ist auf diesem Album zu finden. Dafür allerdings die wohl songwriterisch und spielerisch massivste, technischste und emotionalste Leistung, welche MACHINE HEAD je vollbracht haben. Ob die fulminante Gitarren-Arbeit, das absolut killende Drumming oder die brutalste Vocal-Performance der Flynnschen Laufbahn…dieses „the Blackening“-Monster ist ein Album für die Ewigkeit!

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Machine Head 'The Blackening' Tracklist
1. Clenching the fists of dissent Button MP3 bestellen
2. Beautiful mourning Button MP3 bestellen
3. Aesthetics of hate Button MP3 bestellen
4. Now I lay thee down Button MP3 bestellen
5. Slanderous Button MP3 bestellen
6. Halo Button MP3 bestellen
7. Wolves Button MP3 bestellen
8. A farewell to arms Button MP3 bestellen
9. Battery Button MP3 bestellen
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