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MANOWAR - The Sons of Odin

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Manowar-Sons-of-Odin.jpg
Artist MANOWAR
Title The Sons of Odin
Homepage MANOWAR
Label SPV
Veröffentlichung 06.10.2006
Leserbewertung
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5.8/10 (6 Bewertungen)

MANOWAR sind wohl eine, wenn nicht sogar DIE umstrittenste Metal-Band unserer Zeit. Für Viele sind die Jungs um Joey DeMaio die langjährigen Metalkings, für Andere nicht mehr als klischeehafte Möchtegern-Metaller, und auch mit der ersten EP der Bandgeschichte wird dieser Diskussion kein Einhalt geboten. Eines ist jedoch sicher – so ziemlich jede Formation wünscht sich den kommerziellen Erfolg, den MANOWAR bisher erreicht haben. Ich würde mal behaupten, kaum eine andere Gruppe der aktuellen Hartwurstszene ist so bekannt wie eben die Kings of Metal. Und nun bieten uns die Fellnasen mit ihrer Veröffentlichung „The Sons of Odin“ wieder jede Menge Diskussionspotential, hören wir doch einfach mal rein.

Mit dem Silberling liefern uns die Amis wieder eine typische MANOWAR-Packung Metal, welche den eingeschlagenen Weg von „Warriors of the World“ weiterführt. Einleitend ertönen zwei Live-Aufnahmen vom Earthshaker Fest 2005: „The Ascension“ und „King of Kings“. Danach folgt neues Material. „Odin“ ist ein ausschließlich klassisch instrumentierter Song, der ein wenig an selige „Masters of the Wind“-Zeiten erinnert. Dieses Stück dient aber nur als Einleitung für den nun kommenden Kracher „Gods of war“. Wieder einmal ein charakteristischer und absolut typischer Beitrag der Truppe. Brachiale Klassik, Stampfrhythmus, tolle Gitarrenarbeit und ein prägnanter Text, der wohl besonders live wieder abräumen und das Oratorium zum Mitsingen bewegen wird. Abschließend erklingt noch der Titeltrack, welcher erstaunlich rockig daherkommt und zum wiederholten Male MANOWARs Gefühl für Melodie und Text beweist. Inhaltlich bedient sich die Band auch weiterhin der Mythen rund um Odin, um wilde Schlachten und den ehrenvollen Tod im Kampf.

Abseits des musikalischen Aspekts gehört übrigens zur sogenannten „Immortal Edition“ der EP auch eine DVD mit etwas über einer Stunde Spielzeit. Darauf befinden sich neben einer 5.1-Variante des Audioteils auch noch eine Slide-Show mit jeder Menge Fotos, ein Promo-Trailer, eine „besondere“ Aufnahme von „Heart of Steel“ sowie ein interessanter Bericht der ersten Fan Convention 2005. Rückblickend mit Sicherheit ein großes Event, welches nicht einfach zu Ehren der Musiker gemacht wurde, sondern auch zu Ehren all der Fans und all derer, welche MANOWAR über die Jahre begleitet haben – auch in Erinnerung an den verstorbenen Dan Lee, den ehemaligen Sicherheitsbeauftragten. Abgesehen von diesem ernsten Aspekt bedient der Bericht wirklich jedes Klischee der Band bis hin zu einer Bierdusche für die holde Weiblichkeit bei der Wahl der „Miss Manowar“, welche passender Weise mit „Pleasure Slave“ klanglich untermalt wurde, oder auch einem Biertrinkwettbewerb. Das ganze Material kommt wie immer klanglich und auch bildtechnisch fett daher. Weder der Audio- noch der Video-Part lassen es jemals an Qualität mangeln. Und wer sich die „Immortal-Edtion“ geleistet hat, kommt neben der DVD auch in den Genuss eines wirklich schönen Digi-Paks mit einem kleinen Posterbooklet.

Jedoch kann und will ich die Band nicht in den Himmel loben (oder sollte ich lieber Ragnaroc sagen?), denn MANOWAR machen halt „nur“ das, was sie können. Sie überraschen den Hörer nicht mit ausgefeilten neuen Elementen, mit neuen Ideen in Text und Musik, und schon gar nicht brechen sie aus ihrem Schema aus, um sich weiterzuentwickeln. MANOWAR sind und bleiben das fleischgewordene Klischee für Pathos-Metal der heutigen Zeit. Und während sich die Einen eben darüber aufregen, lieben die Anderen die Band dafür. Das gehört wohl einfach dazu, wie Odin, ruhmreiche Schlachten, der Tod im Kampf und (ein wenig) Sexismus auch.
Rigr

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Jau, da ist nun also das, worauf alle Lästermäuler gewartet haben. Ein Stück des irgendwann erscheinenden neuen MANOWAR-Albums. Komischerweise beginnt die EP mit Live-Versionen von “The Ascension” und “King of Kings”, mitgeschnitten beim vieldiskutierten Earthshaker-Gig im letzten Jahr. Live is da mal gar nix, könnte auch ne Aufnahme aus dem Studio sein. Überflüssiges Füllmaterial. Cool dagegen ist die orchestrale Version von “Odin”, aber Klassik-Freaks werden wohl kaum MANOWAR kaufen und reine Metalheads wird das auch nicht umhauen.

Bleiben also die beiden neuen Tracks. Über die Veröffentlichungsoverkillpolitik der Felltangas lässt sich ja trefflich diskutieren, aber auf einer Vorab-Single gleich den Titeltrack verbraten, ist an Hohn nicht zu überbieten. Money makes the DeMaio-world go round und nix anderes is das! Da kann der Track noch so klassisch MANOWAR sein, wer sich weiterhin von diesen Spargeln verarschen lassen will, bitte schön. Man geht musikalisch weit back-to-the-roots und agiert mit riesigen Orchester-Arrangements. Ich hör überall aber nur Swordsteelmandiekillhailgodwar blablabla. Die Band karikiert sich seit fast 20 Jahren nur noch selbst, IRON MAIDEN z.B. klauen auch ohne Ende in ihrer History, aber mit ganz anderer Klasse und packenden Songs. Und wer seine Band auf der Homepage unter dem Punkt “Kings” vorstellt, kann nicht mehr alle Latten gerade haben! Wer bitte schön, soll so was ernst nehmen? Gibt’s anscheinend genügend von. Der Titeltrack bietet auch genau das, was der verblendete Fan erwartet. Einen pompös leidlich vor sich hin rockenden Track. Das ist zwar Meilen besser als “Warriors of the World”-Grütze, kann aber den selbst erhobenen illusorischen Ansprüchen nicht im geringsten gerecht werden. Zeigt der puren Geldmaschine MANOWAR endlich die rote Karte, ignoriert die Veröffentlichungsschwemme und investiert Euer sauer verdientes Geld lieber in heiße Newcomer mit Biss!

Wenn das ganze Album das Niveau der hier gebotenen neuen Noten hat, kann man wenigstens endlich mal wieder von einer vernünftigen Platte reden. Das ganze Drumherum ist allerdings nur was für Hirnis.
MOSES

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Manowar 'The Sons of Odin' Tracklist
1. The ascension (Live Version)
2. King of kings (Live Version)
3. Odin Button MP3 bestellen
4. Gods of way
5. The sons of odin Button MP3 bestellen
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