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MARC-UWE KLING - Die Känguru-Chroniken (Buch)

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Marc-Uwe-Kling-Die-Kaenguru-Chroniken.jpg
Artist MARC-UWE KLING
Title Die Känguru-Chroniken (Buch)
Homepage MARC-UWE KLING
Label ULLSTEIN
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.3/10 (4 Bewertungen)

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie es wohl ist, mit einem Känguru zusammen zu leben? Ich meine jetzt nicht, ein derartiges Geschöpf zu halten, sondern eine Wohngemeinschaft mit dem australischen Hüpfer zu bilden. Geht nicht? Na, dann fragt mal MARC-UWE KLING! Der Berliner Liedermacher, Autor, Poetry Slammer und Kabarettist hat sogar ein Buch darüber geschrieben, nachdem die Känguru-Geschichten bislang der Hörerschaft von RBB Radio Fritz vorbehalten waren.

Aber jetzt wird in den schriftlichen „Känguru-Chroniken“ Tacheles geredet! Wie das Beuteltier ohne Namen überhaupt Klings Mitbewohner wurde und was der Kleinkünstler, der auf gar keinen Fall Kleinkünstler genannt werden will (aber bereits zahlreiche Kleinkunstpreise abräumen konnte), mit dem ebenso schlagfertigen wie schlagkräftigen Burschen erlebt. Dazu muss man wissen, das dieses recht vorlaute Exemplar seiner Gattung nicht nur Kommunist ist, sondern auch noch Nirvana liebt, angeblich beim Vietcong war und zudem eine Vorliebe für Schnapspralinen hat. Macht in Summe einen hochexplosiven Mix, der die Lachmuskeln reizt und den Leser so manches Mal auch ins Grübeln bringt. 83 kurze Kolumnen hat MARC-UWE KLING zusammengetragen, die sich nicht nur um große Weltpolitik drehen, sondern auch um Alltägliches, denn das Känguru hat mit Sicherheit zu allem etwas zu sagen. Wenn’s um politische Themen geht, sowieso, aber auch in Fragen der Haushaltsführung und des Broterwerbes zeigt es sich sehr erfinderisch und überrascht mit waghalsigen Thesen und wohl durchdachten Geschäftsideen. Nicht zu vergessen, die Spiele-Abende in dieser schrägen WG: Monopoly wird zunächst einmal nach marxistischen Grundsätzen reformiert (Bahnhöfe, Wasser- und Elektrizitätswerke werden zu Gemeingut, die Häuser besetzt), bevor später das „Baader-Meinhof-Quartett“ ausgepackt wird (ein Peter-Jürgen Boock ist zwei Baader und zwei Hogefeld wert) oder eine Partie „RAF-Schach“ gespielt wird, wobei das Känguru in liebevoller Kleinarbeit die Figuren eigenhändig und sehr detailverliebt geschnitzt hat. Neben dem Bericht von zahllosen revolutionären Eskapaden, absurden Vorkommnissen und hanebüchenen Theorien, gilt es jedoch vor allem eine Frage zu klären: Wer ist besser: Bud Spencer oder Terence Hill?

„Die Känguru-Chroniken“ garantieren kurzweilige Unterhaltung, die mal bissig, dann wieder ironisch und zwischendrin auch liebevoll zeigen, wie sich das Leben mit einem Känguru gestaltet. Eine Wohngemeinschaft mit einem Beuteltier diesen Kalibers ist vermutlich nicht jedem zu empfehlen. Das Buch jedoch auf jeden Fall und uneingeschränkt – vorausgesetzt, man hat Spaß an frischem Polit-Kabarett, das ganz weit weg von Kanzelpredigten und dafür ganz nah am Zeitgeist ist.

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