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MARC-UWE KLING - Die Känguru-Chroniken (Hörbuch)

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Artist MARC-UWE KLING
Title Die Känguru-Chroniken (Hörbuch)
Homepage MARC-UWE KLING
Label DOWNTOWN HÖRBUCH
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MARC-UWE KLING lebt mit einem Känguru zusammen. Dieses Beuteltier ist nicht nur schnapspralinensüchtig, sondern auch noch Kommunist und steht total auf NIRVANA. Klar, das unter diesen Voraussetzungen allerlei Abenteuer und Wortgefechte nicht ausbleiben. Vom Zusammenleben des 26-jähigen Liedermachers, Autoren und Kabarettisten mit dem australischen Hüpfer künden „Die Känguru-Chroniken“, welche im April dieses Jahres bereits in Buchform erschienen sind. Wer sich lieber vorlesen lässt, hat ab sofort Gelegenheit dazu, indem er zum entsprechenden Hörbuch greift.

Über 2 CDs und 121 Minute trägt der zweifache deutsche Poetry-Slam-Meister und Gewinner zahlreicher Kabarettpreise kleine Episoden aus dem Leben der schrägen Berliner WG vor, die auch nach mehrmaligem Hören nichts von ihrem Charme verlieren. Bedenkt man den kommunistischen Background des Kängurus, zeigt es sich beispielsweise bei „69 Cent pro Minute“ und „Schöne Klingeltöne“ erstaunlich geschäftstüchtig, wohingegen „Neue Regeln“ aus dem kapitalistischen „Monopoly“ ruckzuck ein linksradikales Brettspiel machen, wenn sie von einem Beuteltier aufgestellt werden, das einst beim Vietkong aktiv war. Kein Wunder, dass „Eine nette Teegesellschaft“ mit Marc-Uwes „Kopfdoktor“ schnell selbigen in den Wahnsinn treibt. Ähnlich ergeht es auch dem McDonalds-Mitarbeiter, von dem das Känguru mit aller Vehemenz einen Whopper fordert, bis mit „der Insignie der Wichtigkeit“ ausgestattet die Security Mensch und Tier des Systemgastronomie-Restaurants verweist. Einzig mögliche Reaktion: Auf zu Burger King und einen Big Mac bestellt! Keine Frage, dass der haarige Mitbewohner auch „Die Party“ alsbald sprengt und dabei sogar noch zum bedeutenden Kunst-Happening macht. Man muss halt nur die richtige Erklärung dafür haben, weshalb man den Porsche des Gastgebers im Pool versenkt hat. Was übermäßiger Alkoholkonsum ansonsten für Folgen haben kann, verraten die Kapitel „Fische“ und „Angriff der Killer-Soziologen“, bevor es mit „Quatsch keine Opern“ zum Schluss einen Track zu hören gibt, der nicht in gedruckter Form erschienen ist. Da tatsächlich opernartiges zum Besten gegeben wird, durchaus nachvollziehbar.

Ich empfehle die Anschaffung von Buch und CD. Wenn MARC-UWE KLING mit spitzer Zunge aus seinem Buch liest, macht das einfach nur enorm viel Spaß. Da nach zwei Stunden aber noch mehr als 40 Geschichten unerzählt sind, sollte der Liebhaber unterhaltsamen Kabaretts den Rest selbst lesen, denn auch die übrigen Storys sind überaus wortgewaltig, amüsant, temporeich und manchmal auch böse ausgefallen. Darüber hinaus ist Kling im Herbst/Winter erneut auf bundesdeutschen Bühnen unterwegs und seine wöchentliche Kolumne auf RBB Radio Fritz kann man als Podcast unter www.fritz.de/kaenguru nachhören. Beste Unterhaltung mit Tiefgang!

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