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MARDUK - Plague Angel

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Artist MARDUK
Title Plague Angel
Homepage MARDUK
Label REGAIN RECORDS
Veröffentlichung 22.11.2004
Leserbewertung
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8.3/10 (4 Bewertungen)

„MARDUK sollten ihren musikalischen Pfad für die Zukunft überdenken, damit sie nicht in einer Sackgasse landen.“ Dies war der abschließende Satz meiner letzt jährigen „World Funeral“-Kritik. Natürlich haben sie nicht auf mich gehört (wer tut das schon?) und so bleibt auch beim neunten Studioalbum „Plague Angel“ alles beim alten, zumindest beim Songwriting. Denn das Line Up wurde wieder einmal kräftig durchgeschüttelt, so dass eigentlich nur noch Urgestein Morgan Steinmeyer Håkansson als Seele der Band mit dabei ist. Familienvater B.War und – noch einschneidender – Vokalkrähe Legion haben sich verabschiedet, Drummer Dragutinovic ist immerhin bei der Stange geblieben. Ersatz fand man in Devo Andersson, der vor Urzeiten schon die Gitarre bei den Schweden bediente, und dem eher unbeschriebenen Blatt Mortuus als neuer Schreihals. Der macht seine Sache recht ordentlich und krächzt die Texte von Tod und Verderben adäquat über die Instrumentalspuren, welche ebenfalls Andersson im Endarker Studio in Szene gesetzt hat. Die Percussion wurde dabei auf echten Schädeln gespielt, was der Sache vielleicht eine morbide Note verleiht, aber dem Endprodukt natürlich nicht anzuhören ist.

Das hört sich nämlich an wie immer, will sagen, der schnelle und der langsame MARDUK Track wechseln sich ab, mit einer deutlichen Betonung der flotteren Sparte. Das ist alles technisch sehr sauber gespielt und hyperaggressiv, aber auch nicht wirklich bahnbrechend. Und ich möchte mal den sehen, der nach so vielen Jahren alle Stücke auf Anhieb identifizieren kann. Als Beispiel seien mal die aufeinanderfolgenden „Life’s Emblem“ und „Steel Inferno“ genannt. Mit eher midtempigen Passagen kommen Kompositionen wie „Seven Angels, Seven Trumpets“ oder „Perish in Flames“ daher, dann fängt der Kopf dann auch schon gefällig zu nicken an. Eine atmosphärische Fingerübung wie der „Deathmarch“ lockert die Sache ebenso ein wenig auf, aber die Abnutzungserscheinungen sind unverkennbar. Oder werde ich einfach nur alt und verlange Unmögliches? Bin ich zu kritisch, wenn ich einen Titel wie „Warschau“ hinterfrage? Jeder „richtige“ Anhänger der Skandinavier wird sicher tapfer zum Plattenladen stiefeln, aber mir ist die Sache auf Dauer zu monoton. Und richtiges Feuer klingt in meinen Ohren anders.

Eine solide Platte, die in der MARDUK Diskographie aber keine besondere Rolle spielen wird. Zu „Throne of Rats“ gibt’s im übrigen auch ein Video. Und die Homepage mit den Bildern vom Kostnicer Beinhaus sieht recht ansprechend aus, Ästhetik des Todes, die der Musik mittlerweile ein wenig abgeht.

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Marduk 'Plague Angel' Tracklist
1. The hangman of Prague Button MP3 bestellen
2. Throe of rats
3. Seven angels, seven trumpets Button MP3 bestellen
4. Life's emblem Button MP3 bestellen
5. Steel inferno Button MP3 bestellen
6. Perrish in flames
7. Holy blood, holy grail Button MP3 bestellen
8. Warschau Button MP3 bestellen
9. Deathmarch Button MP3 bestellen
10. Everything bleeds Button MP3 bestellen
11. Blutrache Button MP3 bestellen
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