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MARTY MCKAY - New York City Dreams

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MARTY MCKAY
Artist MARTY MCKAY
Title New York City Dreams
Homepage MARTY MCKAY
Label MARTY MCKAY ENTERTAINMENT
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MARTY MCKAY? Nie gehört und mit einem Blick aufs Cover vermutete ich hinter diesem Mann einen Rapper. Womit ich noch nicht mal falsch lag, allerdings rappt der Schweizer auf „New York City Dreams“ nicht. Stattdessen gibt es melodiösen Alternative Rock auf die Ohren. 2014 sah das auf dem Debüt „Sin’s Disciple“ noch anders aus, aber heuer wird gesungen, denn es gilt, die Dämonen zu vertreiben, die der Big Apple dem Züricher beschert hat. Die Story des aktuellen Albums dreht sich nämlich um die Stadt New York, den Traum als Musiker international erfolgreich zu sein und um eine verhängnisvolle Affäre. Während eines Aufenthaltes in Manhattan lernte McKay eine New Yorker Tänzerin kennen. Es knisterte und funkte. Nach einer wilden Zeit wird die junge Liebe aber auf eine Zerreißprobe gestellt: Aus geschäftlichen Gründen trennen sich die Wege. Die große Distanz zerstörte schließlich die Beziehung.

Alles wie gehabt also. Die üblichen Dramen, die deshalb auch musikalisch den nötigen Pathos erhalten haben und zugleich auch ein paar knackige Gitarrenhooks. Auf diese Weise schleichen sich die Songs gefällig ins Hirn, hinterlassen allerdings auch keinen wirklich bleibenden Eindruck. Bei der so groß angekündigten Liebesgeschichte hätte ich mehr Höhen und Tiefen erwartet, doch irgendwie dümpelt die Langrille angefangen beim noch recht verheißungsvollen Opener „Escape“, über das schmachtende „When The Lights Go Out“ und das eingängige „Love Suicide“ irgendwie doch im arg im Mittelmaß. Erst mit „Outta Sight Outta Mind“ kommt eine gewisse Ruppigkeit ins Spiel, die aufmerken lässt. Auf der Zielgeraden befindet sich der gute Marty dank „Until The Pain Is Gone“ allerdings auch schon wieder auf Kuschelkurs.

Darauf, dass der Schmerz nachlässt, muss man bei „New York City Dreams“ nicht warten. Dafür haben die neun Songs schlicht zu wenig Ecken und Kanten. Die Langrille ist im positiven Sinne nett, tut niemandem weh, sticht aber auch nicht aus der Masse heraus. Vielleicht sind New York und Los Angeles (hier hat MARTY MCKAY seine Stücke über ein Jahr hinweg geschrieben) aber auch einfach gar nicht sooo großartig und inspirierend, sondern letztlich genauso gut oder schlecht wie Oer-Erkenschwick und Basel.

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