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MASSIV IN MENSCH - Niemand weiß, was die Zukunft bringt

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Artist MASSIV IN MENSCH
Title Niemand weiß, was die Zukunft bringt
Homepage MASSIV IN MENSCH
Label ADVOXYA RECORDS
Veröffentlichung 07.12.2010
Leserbewertung
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7.4/10 (7 Bewertungen)

MASSIV IN MENSCH waren schon immer etwas “anders”. Die erdverwachsene Formation aus dem Norddeutschen Varel schert sich wenig um elektronische Genregrenzen, stattdessen steht eine Art anarchischer Humor im Vordergrund und der Wille, Mauern einzureißen. Ihr sechstes Album erscheint nunmehr auf dem ungarischen Label Advoxya (In Nordamerika ist man weiterhin bei Artoffact beheimatet) und präsentiert sich in Punkto Artwork als eine Hommage an den Michael J. Fox-Klassiker „Zurück in die Zukunft“. Passend hierzu natürlich auch der Albumtitel, gleichsam ein Zitat aus dem 90er Techno-Hauer „Die Kybernauten“ (von KLANGWERK), den man hier auch gleich noch gelungen covert.

Für den Prolog konnte man Niemand Geringeren als den Synchronsprecher/ Schauspieler Reiner Schöne verpflichten, dessen markante Stimme sogleich für Aufmerksamkeit sorgt. Kleiner Exkurs: Sehr empfehlenswert sein Auftritt im Italo Western-Klassiker „Sabata kehrt zurück“ an der Seite von Haudegen Lee van Cleef. Nach diesem ersten aber beleibe nicht einzigen Gastauftritt folgt das, was MIM selbst als Dark Rave bezeichnen, eine Mischung aus technoiden, tanzbaren aber auch synthie-poppigen Klängen. Nach der „Clubber Lang“-VÖ aus dem Jahre 2006 hatte ich Logemann/ Osterthun/ Straatmann/ Brunken ein wenig aus den Augen verloren, doch man kann vorbehaltlos festhalten: Die Zeit haben die „massiven Menschen“ bestens genutzt, denn so konzentriert, so auf den Punkt gebracht, habe ich sie selten erlebt. Trotz meiner etwas diffusen Vorliebe für die Truppe muss ich zugeben, dass das bisherige Material selten über einen ganzen Tonträger zu fesseln verstand. Dem ist nun anders, Tracks wie das lyrisch „anspruchsvolle“ „Teig der Vernunft“ als locker-luftiger Clubfeger oder auch das erdigere „Mich besiegst du nicht“ zeugen von hoher kompositorischer Qualität. Und dann diese Gäste! Mit Stefan Poiss von den wunderbaren MIND.IN.A.BOX kann man ja gar nichts falsch machen. Er intoniert einen Titel, der im Original von @VX stammt, während man für „Ob du auch kalt bleibst“ Katrin Möller aka Nebelgeist gewinnen konnte. Der Geschlechter-Wechselgesang steht der Scheibe insgesamt gut zu Gesicht und sorgt für weitere Abwechslung. Gewöhnungsbedürftig präsentiert sich hingegen das etwas schwülstige „Ein Teil von mir“, gesungen und komponiert vom Oldenburger Singer/ Songwriter Tomas Appelhoff, das sich wie LAITH-AL DEEN in der Electro Pop-Hölle präsentiert. Dafür überzeugt die kuriose Mixtur aus echter Harfe und E-Gitarre, die „Lost in the Thought“ einen folkloristischen Anzug überstreift.

Also für viele was dabei in diesem Gemischtwarenladen aus der niedersächsischen Tiefebene. Überwiegend treibend tanzbar mit einigen skurilen Einfällen und schrägen Texten bestätigen MASSIV IN MENSCH wieder einmal ihre Ausnahmestellung im heimischen Electro Dschungel!

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