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MASTERS OF REALITY - Give us Barabbas

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Artist MASTERS OF REALITY
Title Give us Barabbas
Homepage MASTERS OF REALITY
Label MASCOT RECORDS
Veröffentlichung 26.04.2004
Leserbewertung
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Masters of the Past: Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert auch die Realität und diese Band hat gleich in zweifacher Hinsicht die Flucht zurück in der Zeit ergriffen. Da wäre zunächst einmal der offensichtliche Bezug zu BLACK SABBATH, zum groben Holz und zum harten Groove. Ein Bezug zwar, der letztens immer weniger stichhaltig wurde, der aber das Bild der MASTERS maßgeblich geprägt hat und der sich schon alleine wegen der produktionstechnischen Verbindung zu den ehemaligen Giganten KYUSS niemals wird ausradieren lassen. Doch immer mehr gewinnt eine Referenz an eine weiteren, früheren Teil der Musikgeschichte an Bedeutung und genau darum geht es auf „Give us Barrabas“.

Denn klang nicht schon immer selbst in den härtesten Riffs und den sumpfigsten Sessions die Harmoniebedürftigkeit der 60’er und der zarte Schmelz der Beatadepten durch, der BEATLES, der BYRDS, der BEACH BOYS? “Barrabas“ ist eine Sammlung verschiedener, konzeptuell verwandter Songs, die im Laufe der Gruppengeschichte entstanden und zum überwiegenden Teil unveröffentlicht blieben, ein bunter Strauß aus Psychedelik, Folk und – jawohl! – Pop. Dabei zeugt bereits die Tatsache, dass Mastermind Goss namentlich auf dem Cover erwähnt wird, von dem ganz besonderen persönlichen Bezug zu diesen zwölf Songs und wirkt die Zusammenstellung niemals wie zusammengeklaubt, sondern vielmehr feinsinnig aufeinander abgestimmt – dies ist das beste MASTERS OF REALITY Album! Lediglich der akustische Acid-Trip des einstimmenden „The Ballad of Jody Frosty“ gemahnt an den Stoner-Stamm des Kollektivs, doch schon bei „Drunk beside your love“ klingeln die Gitarren, ganz als lebte John Lennon noch, dessen „It’s so hard“ dann gleich folgerichtig und kongenial gecovert wird. Magische Melodien an allen Ecken: „Bella Alef Rose“, „Brown House on the Green Road“ (eine versteckte Hommage an die Plattenfirma?), „Still on the Hill“: Man mag es kaum fassen und auch die eingeladenen Stars fallen nicht durch Allüren, sondern brillante Beiträge auf: Scott Weiland singt bei dem bereits vom 97’er Live Album bekannten „Jindalee Jindalie“ mit und Ginger Baker leistete Songwritingunterstützung bei dem knackigen Dünenblues „Desert Song“.

Die restlichen Stücke, die aus Platzgründen hier unerwähnt bleiben müssen? Sind genauso gut. Kein Ausfall, kein Unfall, keine Enttäuschung. Wie guter Wein sind sie gereift, haben an Farbe und Gewicht gewonnen und wurden im richtigen Moment aus dem dunklen Keller ihres Schlafes erweckt, um sich im Glas zu einem Werk zu verbinden, das man den MASTERS OF REALITY nach ihrem epochalen Debüt eigentlich nicht mehr zugetraut hätte. Wer zum Teufel ist Barrabas? Gebt uns Chris Goss!

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Masters Of Reality feat. Chris Goss 'Give us Barabbas' Tracklist
1. The Ballad Of Jody Frosty Button MP3 bestellen
2. Voice And The Vision Button MP3 bestellen
3. I Walk Beside Your Love Button MP3 bestellen
4. Bela Alef Rose Button MP3 bestellen
5. Brown House On The Green Road Button MP3 bestellen
6. Hey Diana 7. Still On The Hill
7. The Desert Song Button MP3 bestellen
8. Off To Tiki Ti
9. It’s So Hard
10. Jindalee Jindalie Button MP3 bestellen
11. Don’t Get Caught By The Huntsman’s Bow
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