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MAX MALMER - Suit

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Max-Malmer-Suit
Artist MAX MALMER
Title Suit
Homepage MAX MALMER
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Max Malmer, ein schwedischer Metalhead, fand seine Leidenschaft bislang in „härteren“ Genres und trat bereits bei Bands wie FOLKMORD oder ZONARIA in Erscheinung. Um eine tiefere und emotionalere Bindung zur Musik zu finden, begab er sich auf eine lange Reise und präsentiert nun sein erstes Minialbum mit dem Titel „Suit“. „Manche finden, es ist Blues, Andere sehen es als Country an“ wie der Sänger sich selbst ausdrückt. Er möchte sich aber nicht festlegen.

„Suit“ ist eine ca. 21 Minuten lange VÖ bestehend aus 5 Tracks, alle Songs wurden von Max himself eingespielt, wobei seine tiefe, dunkle Stimme deutlich in den Vordergrund tritt. Der Opener/ das Titelstück des Albums ist ein sehr melodisches Stück, das gleich zum Mitwippen einlädt. Der Einstieg ist – bedingt durch die Gitarren – sehr kraftvoll, die Melodie, welche sehr basslastig ist, baut zudem auf Max’ starke Gesangsleistung. Zur Mitte hin wird durch den Einsatz der E-Gitarre deutlich, dass man diesen Song auch härter gestalten kann, wobei die eigentliche Harmonie der Komposition nicht zerstört wird. Ein Gitarrensolo rundet das Ganze ab. Das folgende „Repression“ lebt wieder vom sehr intensiven Gitarrenspiel. Max singt hier sehr tief und gefühlvoll, so dass eine schöne Atmosphäre heraufbeschworen wird, die im weiteren Verlauf immer düsterer wird. Auch hier wird wieder ein wunderbares Solo präsentiert. „Korp“, der einzige instrumentale und kürzeste Titel auf dieser EP, fällt durch elektronische Einflüsse mit Streichern im Hintergrund auf. Der Track ist kurz gehalten, aber dennoch sehr schön zum Eintauchen und Träumen. „Nameless“, Traci Numero 4, wirkt soundtechnisch sehr homogen. Der Gesang steht im Vorderug und macht deutlich, dass Metaller auch Liebeslieder schreiben können. Insgesamt ist das Stück im ruhigen Tempo gehalten und klingt zum Ende hin entsprechend aus. „Skin and Bone“ schlussendlich ist für mich persönlich die größte Überraschung auf „Suit“. Der Anfang wird von den Drums bestimmt und gleich darauf übernehmen Gitarren das Kommando. Dabei verfällt Max in eine Art Sprechgesang, wobei das Tempo im mittleren Bereich verbleibt. Hier werden zudem lyrisch mal keine eigenen Befindlichkeiten thematisiert. Zum Ende hin verändert sich die Stimmlage und mit einer Art „leichtem Schreien“ folgt ein abruptes Ende.

Max beweist, dass er ein kreativer Geist ist und gerne über musikalische Grenzen geht. Dies sorgt sicherlich für einige Überraschungen, aber ich kann nur empfehlen, sich das Album anzuhören und sich eine eigene Meinung darüber zu bilden. Das Werk findet sich bei Spotify und wird zudem als Kauf bei ITunes angeboten. Alles in allem darf man gespannt sein, wie Herr Malmer sich in Zukunft entwickeln wird.

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