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MEAT WAVE - The Incessant

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Meat Wave2
Artist MEAT WAVE
Title The Incessant
Homepage MEAT WAVE
Label BIG SCARY MONSTERS
Veröffentlichung 17.02.2017
Leserbewertung
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10.0/10 (5 Bewertungen)

MEAT WAVE sind Chris Sutter (Vocals und Gitarre), Joe Gac (Bass) und  der Drummer Ryan Wizniak. Die Herrschaften sind in Chicago zuhause und haben sich seit 2011 einen Mix aus Noise, Power-Pop, Lo-Fi-Punk, Grunge und Garage auf die Fahnen geschrieben. Außerdem ist das Trio wohl ein großer Freund von Konzeptalben. Befasste man sich 2015 auf der zweiten Langrille „Delusion Moon“ noch mit den verschiedenen Mondphasen und den früher damit verbundenen Krankheiten, steht bei „The Incessant“ das große Thema „Trennung“ im Fokus. Hintergrund und Inspirationsquelle für die zwölf neuen Songs war nämlich das Liebes-Aus beim 24-jährigen Fronter Chris, der immerhin seit seinem zwölften Lebensjahr mit der Dame seines Herzens zusammen war.

Inwieweit die Kollegen eingreifen mussten, damit „The Incessant“ kein schmachtender Emotions-Overkill wird, vermag ich nicht zu sagen. Möglicherweise kanalisiert Mr. Sutter seine Gefühle aber sowieso eher durch druckvolle Melodieführungen, denn genau die gibt es bei diesem flotten Dreier aus Amiland auf die Mütze. Angefangen beim ruppigen Opener „To Be Swayed“, gefolgt vom stoischen „Tomosaki“ und dem aufsässigen Punk- und Titeltrack „Run Out You“, nach dem mit „Leopard Print Jet Ski“ differenzierte Gitarren- und Bassläufe auf dem Programm stehen. Selbige finden im sich anschließenden „Bad Man“ ihren rumpelig-zerstörerischen Höhepunkt, ehe das melancholische „No Light“ zunächst an Neunziger-Emo denken lässt, um dann mit viel Geschrei in Post-Punk-Gefilden zu enden. Währenddessen empfiehlt sich das kompromisslose „Glass Teeth“ als unmissverständlicher Kopfnicker und der rhythmusbetonte Titelsong „The Incessant“ hätte zweifellos bereits in vor zwei Jahrzehnten die Tanzflächen der Düsterdiscos gefüllt. Mit viel Tempo übernehmen „At The Lake“ und „Mask“, wofür sie im Übrigen nicht mal zwei Minuten brauchen – zusammen wohlgemerkt! Für das elegische „Birdland“ mit seinen reduzierten Tonfolgen lässt sich die Kapelle dann hingegen wieder mehr Zeit und gibt sich doch noch einen Moment lang einer verzweifelten Lethargie hin. „Killing The Incessant“ will davon auf der Zielgeraden jedoch nichts mehr wissen und holt zu einem dissonanten Rundumschlag aus.

„The Incessant“ beweist einmal mehr, dass eine Trennung durchaus auch etwas Gutes haben kann. Nicht nur, dass es manchmal ja einfach nur besser ist, wenn gewisse Menschen aus dem eigenen Leben verschwinden; für MEAT WAVE war dieser Einschnitt im Leben ihres Frontmannes ganz offensichtlich eine kreative Goldader, die in einem Dutzend Lieder ihre musikalische Entsprechung erhalten hat. Mitsamt dem nötigen Wumms, den es bei einer Kapelle braucht, die hörbar von den BREEDERS, HOT SNAKES und sogar FIONA APPLE beeinflusst ist.

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Meat Wave 'The Incessant' Tracklist
1. To be swayed Button MP3 bestellen
2. Tomosaki Button MP3 bestellen
3. Run you out Button MP3 bestellen
4. Leopard print jet ski Button MP3 bestellen
5. Bad man Button MP3 bestellen
6. No light Button MP3 bestellen
7. Glass teeth Button MP3 bestellen
8. The incessant Button MP3 bestellen
9. At the lake Button MP3 bestellen
10. Mask
11. Birdland Button MP3 bestellen
12. Killing the incessant
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