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MEDUSA’S SPELL - Mercurian Behaviour

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Medusas-Spell-Mercurial-Behaviour.jpg
Artist MEDUSA’S SPELL
Title Mercurian Behaviour
Homepage MEDUSA’S SPELL
Label COLD MEAT INDUSTRY
Leserbewertung
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Aus dem Hause Cold Meat Industry lockt wieder eine neue Versprechung, die wie viele ihrer Vorgänger wieder von der schwedisch-italienischen Achse profitiert. Mara Lasi und Daniele Serra sind keine Szeneunbekannten mehr und konnten auch auf unserer Seite Lob für ihr „anderes“ Projekt CHIRLEISON einheimsen. Während das Duo dort für die instrumentale Seite verantwortlich zeichnet, übernimmt Daniele hier auch den Gesang, was MEDUSA’S SPELL doch in eine etwas andere Richtung tendieren lässt. Weniger Ethereal Neofolk (mit weiblichem Gesang) dafür deutlich apokalyptischer/ düsterer werden Erinnerungen wach an große Vorbilder wie SPIRITUAL FRONT oder mal wieder ORDO, man ist es ja fast leid, diese Namen immer wieder zu nennen.

Konzeptionell behandelt das Werk mit dem etwas eigenartigen Titel (der soviel wie „lebhaftes Benehmen“ bedeutet) die verwirrten Gedanken und Visionen eines Mörders, was ja mit dem Begriff „lebhaft“ durchaus kontrastiert. Hierzu wurden die 10 vorhandenen Tracks bei knapp 40 Minuten Spielzeit einfach Act I bis Act X betitelt, um der ganzen Sache eine besondere Struktur zu verpassen. Produziert wurde das Ganze im übrigen von Simon Balestrazzi (siehe auch KIRLIAN CAMERA). Der Opener eröffnet die düstere Fahrt ins menschliche Unterbewusstsein mit Glockengeläut, Akustikgitarre und dem einprägsamen männlichen Sprechgesang. So geht es dann mehr oder weniger auch weiter, wobei es musikalisch schon ein wenig in Richtung sakraler Soundtrack geht. Durch die Verwendung von elektronischen Effekten und Loops gelingt es MEDUSA’S SPELL manchmal sich eine eigene kleine Nische zu schaffen, während Act VIII beispielsweise schon sehr in Richtung SPIRITUAL FRONT schielt. Habe allerdings schon deutlich schlechteres Epigonentum in letzter Zeit gehört. Unterschiedliche Vokalstile (es wird kurzzeitig auch mal verzerrt, dann gesungen und gesprochen) sorgen für einen angenehm abwechslungsreichen Klang.

Insgesamt sicher kein innovatives Meisterwerk, aber für die nahenden Herbststunden ein gefühlvolles, sinnliches und überwiegend melancholisches Werk für Anhänger von Apocalyptic Neopop der bekannten Art mit der bekannten CMI-Qualität.

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