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MIDRIFF - Road Worn

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Midriff-Road-Worn
Artist MIDRIFF
Title Road Worn
Homepage MIDRIFF
Label OFFICE4MUSIC
Leserbewertung
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Die Tiroler Hardrocker MIDRIFF sind bekanntlich ein gut geschmierter Touringmotor, absolvierten sie seit ihrer Gründung 2010 doch bereits mehr als zweihundert Auftritte. Dabei können sie bis dato auf das Material von zwei Alben zurückgreifen. Dem 2012 erschienen Debüt „Broken Dreams“ und dem viel umjubelten „Doubts & Fears“, erschienen im Mai 2015. Nun wollte das Rock-Trio um Sänger und Schlagzeuger Paul Henzinger die Spielfreude und die ungebändigte Energie, die man erzeugt, wenn man auf der Bühne steht, auch auf Platte bündeln.

Zu diesem Zweck wurde im Oktober vergangenen Jahres ein Konzert im heimischen Tirol aufgezeichnet. „Irgendwas passiert in deinem Kopf, wenn der Record-Knopf bei einem Konzert gedrückt wird – du denkst vielleicht etwas mehr nach als sonst.“ So beschreiben die Brüder Josh und Jele Lentner die besonderen Schwierigkeiten bei einer Live-Aufnahme. „Du brauchst ein paar Songs, um richtig in Schwung zu kommen und es ist nicht so einfach, richtig in Schwung zu kommen, wenn du die Aufnahme immer im Hinterkopf hast.“ So die beiden weiter. Zu hören ist davon auf der 6s Songs umfassenden Scheibe mit dem Namen „Road Worn“ (Deutsch: Abgenutzte Straße) jedoch nichts. Mit „Outcry“ wurde eine schnelle, rockige und energiegeladene Nummer als Eröffnung des Albums gewählt. Von der ersten Sekunde an springt der Funke über – die harten Riffs lassen einen kaum stillsitzen. Deutlich ruhiger geht’s beim zweiten Song „Only a Pawn“ zu, melodisch „dezent“ kommt der Song aus den Boxen. Zwischendurch immer wieder mit kurzen rockigen Einlagen gespickt ist es eine abwechslungsreiche Nummer. „Long Gone“ beginnt noch ruhiger, funktioniert sonst aber nach einem ähnlichen Prinzip wie der Track davor, jedoch mit einem deutlich höheren Anteil an rockigen Elementen. „House of Pain“ ist einer von zwei Songs des Debütalbums. Ein im Mittempo gehaltenes Stück Musik, das gut nach vorne los rockt. Schneller und härter geht es dann bei „Safehouse“ zu, eine Nummer die live immer eine Menge Bewegung ins Publikum bringt. Den Abschluss der sechs Songs umfassenden Scheibe macht der Titeltrack des ersten Albums. Beim ruhigen Intro klatscht das Publikum fleißig mit, bevor der Song von feinsten Hardrock Riffs dominiert wird. Der fulminante Song bildet einen guten Abschluss für das Werk, macht er doch noch einmal deutlich welche Kraft von den Musikern ausgeht, wenn sie auf der Bühne stehen.

Dank des alleinigen Produzenten Norbert Leitner ist der Sound von „Road Worn“ beinahe so gut wie bei einer Studioaufnahme. Leitner war bereits für das Finale Mastering des zweiten Albums der Österreicher verantwortlich und übernahm dieses Mal zusätzlich das Mixdown. Auch das auffällige Artwork des Covers ist ein kleiner Leckerbissen. So inszenierte Archetyp-Desinge Chef Dani Hofer ein Livefoto der Band grafisch neu. Ebenfalls eine nette Spielerei ist, dass die CD nicht nur optisch, sondern auch gefühlsecht (Spurrillen sind zu spüren) an eine Schallplatte angelehnt wurde.

Was das Trio hier abliefert, straft den Titel der Scheibe Lüge. Alles andere als abgenutzt klingen die Musiker sowohl auf der Bühne als auch auf dieser herrlich kraftvollen Live CD. Wer MIDRIFF kennt und mag, der kommt kaum um diesen Leckerbissen herum. Wer sie noch nicht kennt, der darf sich mit dieser Scheibe gerne davon überzeugen, dass es sich definitiv lohnt die Jungs einmal live spielen zu sehen. Auf viele weitere Konzerte mit hoffentlich bald auch neuem Material.

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