Terrorverlag > Blog > MISTUR > In Memoriam

Band Filter

MISTUR - In Memoriam

VN:F [1.9.22_1171]
Mistur-In-Memoriam
Artist MISTUR
Title In Memoriam
Homepage MISTUR
Label KARISMA RECORDS
Veröffentlichung 13.05.2016
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Einer breiten Öffentlichkeit waren MISTUR aus Bergen in Norwegen leider nie bekannt. Ihr in Fachkreisen viel beachtetes Debütalbum „Attende“ anno 2009 hat einen Marken- bzw. Meilenstein oder besser einen Hinkelstein gesetzt und gezeigt, wie man Viking Metal düster und episch mit Death/ Black-Einflüssen kreuzen kann. Mit dem nun veröffentlichten 2. Album namens „In Memoriam“ setzen sich die 6 Normannen selbst ein musikalisches Denkmal im Format von WINDIR und FALKENBACH – dunkel, melodisch, wütend, episch, groß, nordisch und gewaltig.

Genretypisch befinden sich auf dem 55-minütigen Werk nur 6 sehr lange Stücke voller nordischer Kraft, mystisch-düster, dazu sehr gut eingespielt und produziert. Espen Bakketeig an den Keyboards, Oliver Oien growlt, grunzt und singt voller Energie, Stian Bakketeig und André Raunehaug an den Gitarren spielen hervorragend, Bjarte Breilid schlägt und spielt einen tiefen und dunklen Bass und Tomas Myklebust am Schlagzeug leistet Außergewöhnliches! Der Sound ist vom ersten Stück „Downfall“ an sehr dicht und droht einen fast zu erschlagen. Richtig laut gespielt entfaltet er seine ganze dunkle Pracht in Form des 2. Stücks „Distant Peaks“, welches Phasenweise an die Landsmänner DIMMU BORGIR oder die britischen CRADLE OF FILTH erinnert. Mit „Firstborn Son“ wendet man sich vom typischen Viking/ Death Metal-Sound hin zu klassischen schwarzmetallischen Klängen – schwarz und angepisst, aber immer melodisch und melancholisch dabei. Gerade das treibende Ende von „Firstborn Son“ würde jeden Horrorfilm-Soundtrack zieren. „Matriach´s Lament“ ist hingegen noch düsterer und wirkt phasenweise fast bitter und klirrend kalt wie die Wintersonnenwendtage in der nordischen Heimat von MISTUR – AMON AMARTH trifft auf INSOMNIUM oder auch MANEGARM. „The Sight“ klingt wieder traditioneller und folkloristischer mit Flötenklang in der Melodie – WINDIR trifft auf FALKENBACH. Die Melodie ist ebenso atemberaubend schön für Kenner und Freunde des Vikings – wie auch auf dem Schlussstück „Tears Of Rememberance“. Der Sound geht in punkto Klangfülle und Sattheit an die Grenze, wird dabei aber nie zu überladen und entfaltet seine volle Pracht nach mehrmaligen Hördurchläufen. Man entdeckt immer wieder etwas Neues und trotz des genretypischen Klangs Ungewöhnliches und Schönes.

Den 6 Mannen von MISTUR gelingt es auf „In Memoriam“ dunkle Epik, Wut, nordische Kälte und einen dichten Klangteppich zu vereinen, wie man es so leider nur selten zu hören bekommt. Die Qualität von „Attende“ wurde noch einmal übertroffen und der Spannungsbogen hinsichtlich Intensität und Qualität steigert sich von Track zu Track. Ein neuer Nordstern am Viking Metal-Himmel ist emporgestiegen, um den würdigen Platz der verblichenen WINDIR einzunehmen – großen Respekt und bitte mehr davon!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mistur 'In Memoriam' Tracklist
1. Downfall Button MP3 bestellen
2. Distant peaks Button MP3 bestellen
3. Firstborn son Button MP3 bestellen
4. Matriarch's lament Button MP3 bestellen
5. The sight Button MP3 bestellen
6. Tears of rememberance
Mistur 'In Memoriam' online bestellen
Verkäufer Porto Preis
Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) € 3 € 15,99 Online bestellen
Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) € 3 € 14,30 Online bestellen
Amazon MP3 Downloads Amazon MP3 Downloads - € 7,74 Online bestellen

Mehr zu MISTUR