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MÖTLEY CRÜE - Saints of Los Angeles

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Artist MÖTLEY CRÜE
Title Saints of Los Angeles
Homepage MÖTLEY CRÜE
Label SPV
Veröffentlichung 25.05.2009
Leserbewertung
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9.6/10 (5 Bewertungen)

Die alten Recken des Glam-Rocks kehren in Originalbesetzung zurück! Mit „Saints of Los Angeles“ hauen Nikki Sixx (Bass), Mick Mars (Gitarre), Tommy Lee (Drums) und Vince Neil (Gesang) das erste neue Album mit allen vier MÖTLEY CRÜE Gründungsmitgliedern seit zehn Jahren raus – insgesamt ist es die neunte Studio-Langrille in der 27-jährigen Bandgeschichte. Frei nach autobiografischen Begebenheiten und ausgestattet mit sehr persönlichen Texten bietet das Album erstaunliche Einblicke in die Lebensgeschichten der rebellischen Anführer der „L.A. Sleaze Rock“-Szene. Vorlage war hier wohl die MÖTLEY CRÜE Bandautobiografie „The Dirt“, die 2001 erschienen ist und bis 2009 verfilmt werden soll. Musikalisch macht das Quartett das, was es am besten kann: Fetten Westcoast Sleaze Rock, der sie mit etwa 50 Millionen verkauften Einheiten zu einer der erfolgreichsten Rockkappellen der Welt gemacht hat.

Die Singleauskopplung „Saints of Los Angeles“, die gleichzeitig dem Silberling auch ihren Namen gegeben hat, hat es in den Staaten gleich mal auf Platz 5 geschafft, dort ist auch das Album bis auf Position 4 geklettert. Vom Heiligenstatus sind MÖTLEY CRÜE allerdings immer noch weit entfernt. Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll sind bei den Herrschaften jahrelang eine sehr enge Allianz eingegangen, was wohl nicht spurlos geblieben ist. Dem Sound hat’s nicht geschadet, der gibt sich frisch und rotzig, verlernt haben die Kalifornier offensichtlich nichts. Doch zunächst führen MÖTLEY CRÜE mit „L.A.M.F.“ ungewohnt ruhig in ihre Platte ein. Nachdem das Intro verklungen ist, zeigen sie auch umgehend mit „Face Down In The Dirt“, dass die Vorreiter des Heavy-Metal-Umlautes (die Jungs haben sich ihre Lieblingsbiermarke Löwenbräu zum Vorbild genommen) es weiterhin laut und schnell lieben. Besonders rhythmisch und eingängig mag es „What’s Gonna Take“, bevor „Down At The Whiskey“ wieder gutgelaunt die Langäxte jaulen lässt. „MF of The Year“ ist schon jetzt ein MC-Klassiker und das Zeug zum „Motherfucker of The Year“ bringt vermutlich auch jeder der Herren problemlos mit. Dafür zeigen sie sich beim anschließenden „The Animal In Me“ von ihrer schmusigen Seite – soweit das bei so harten Burschen überhaupt möglich ist, versteht sich! Deshalb geht’s bei „Welcome To The Machine“ auch wieder ruppig zur Sache und auch „Another Psycho“ zeigt sich gitarrenverliebt. „Chicks = Trouble“ ist mit Sicherheit eines der sehr autobiografischen Stücke, besonders Drummer Tommy Lee kann davon wahrscheinlich ein Lied singen: Zehn Jahre nach seiner Scheidung von Pamela Anderson haben die beiden vor kurzem ihre Wiedervereinigung bekannt gegeben. Sollte mich wundern, wenn aus dieser Richtung nicht demnächst schon wieder irgendwelche Skandalmeldungen kämen. Doch zurück zur Musik: „This Ain’t A Love Song“ drückt erneut aufs Tempo und rockt mit knackigen Sleaze-Gitarren, während „White Trash Circus“ mit Stakkato-Akkorden gefällt. Bleibt noch „Goin’Out Swingin’“, mit dem MÖTLEY CRÜE einen temporeichen Schlusspunkt setzen.

Der Vierer ist sich treu geblieben, ohne zu sehr in Nostalgie zu schwelgen. Die Transformation des Eighties Hairspray Metals ins 21. Jahrhunderts ist zweifellos gelungen. Das dürfte besonders die Fans der ersten und zweiten Stunde freuen, die damit nun auch ihre Kinder beglücken können. Welcome back!

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Mötley Crüe 'Saints of Los Angeles' Tracklist
1. L.A.M.F.
2. Face Down in the Dirt
3. What's It Gonna Take
4. Down at the Whisky
5. Saints of Los Angeles [Gang Vocal Version]
6. MF of the Year
7. Animal in Me
8. Welcome to the Machine
9. Just Another Psycho
10. Chicks=Trouble
11. This Ain't a Love Song
12. White Trash Circus
13. Goin' Out Swingin'
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